Er sagt: Ich kam mir früher vor wie ein Betrüger. Ich dachte, Martin könnte die Depeche-Mode-Songs sowieso besser singen als ich, weil sie damals noch alle von ihm geschrieben wurden.
Er meint: Heute weiß ich, dass Martin überhaupt nichts besser kann als ich. Schließlich habe ich für „Suffer Well“ eine Grammy-Nominierung eingesackt und nicht er.

Er sagt: Ich isoliere mich gern mal. Aber um mich zu isolieren, kann ich auch in der Mitte eines Raumes voller Menschen stehen.
Er meint: Sprecht mich nicht an! Ich lebe sowieso in meiner eigenen Gefühlswelt, die nur ich und mein Therapeut verstehen.

Er sagt: Es gibt bei uns keine Diskussionen über Bühnen-Uniformen. Wir sind ja nicht Coldplay.
Er meint: Leider sind wir nicht Coldplay. Dann würde Martin endlich mal aufhören, mir mit seinen lächerlichen Outfits die Show zu stehlen.

Video-Tipp: „Wrong“ von Depeche Mode

Er sagt: Wenn ich zu Hause bin, bin ich einfach nur Dad. Ich ziehe das Depeche-Mode-Outfit aus und bin ein Hausmann mit Pflichten.
Er meint: Ich muss zum Glück nie viel ausziehen, wenn ich nach Hause komme. Diese Feinrippunterhemden sind verdammt praktisch – gerade zum Müllraustragen.

Er sagt: Jede Entscheidung hat Konsequenzen, gute oder schlechte. Man muss auch lernen, mit den Folgen schlechter Entscheidungen zu leben.
Er meint: Hätte ich eben im Interview bloß nicht erzählt, dass ich gern „Die Simpsons“ gucke. Jetzt weiß jeder, wo ich mich für meine Songtexte inspirieren lasse.

Er sagt: Die Leute fragen uns immer, warum wir nicht wieder eine Platte wie „Construction Time Again“ oder „Violator“ machen. Das ist so, als würde man von Michelangelo erwarten, immer wieder die Sixtinische Kapelle zu bemalen.
Er meint: Es ist doch völlig egal, ob wir noch mal so eine tolle Platte machen wie „Violator“. Unsere Fans kaufen sowieso alles. Da haben wir völlige Narrenfreiheit. Und Michelangelo kann demnächst unser Studio streichen.