Am 1. Mai 1900 ordnete Sultan Abdul Hamid den Bau der Hedjaz-Bahn an. Mit der Bauleitung wurde der deutsche Ingenieur Heinrich August Meissner beauftragt. Am 1. September 1908 wurde die 1302 Kilometer lange Strecke zwischen Damaskus und Medina feierlich eröffnet. Hintergrund des Kraftakts: Der türkische Sultan sorgte sich um das Image seiner Landsleute, die die arabische Welt seit dem 15. Jahrhundert zu kolonisieren versucht hatten. Der Bau der Bahn, die die monatelange Reise muslimischer Pilger aus dem Gebiet des heutigen Syrien nach Mekka auf vier Tage verkürzte, sollte den Türken ein besseres Ansehen verschaffen. Dass das Misstrauen ihnen gegenüber durchaus angebracht war, beweist der geheime Plan des Sultans, mit der Bahn auch Soldaten zu transportieren. Dank des Programms des Schweizer Spezialveranstalters Globotrain lassen sich sowohl die historischen Bezüge dieser Reise als auch die Kultur- und Naturwunder entlang der Strecke erleben. Die Zugfahrt mit Dampflokomotiven und Wagen aus der Gründerzeit beginnt im syrischen Aleppo. Sie führt über Palmyra, Damaskus und Bosra bis in die jordanische Hauptstadt Amman, weiter in die Felsenstadt Petra sowie in die Wüstenlandschaft des Wadi Rum. Falls Sie sich über die mächtigen Sandhügel und die entsprechend tiefen Sandlöcher entlang den Gleisen wundern: Nach der Absetzung des Sultans Abdul Hamid verbreitete sich das Gerücht, er habe entlang der Hedjaz-Bahn seinen Reichsschatz vergraben. Bis heute sind Glücksritter mit Pickeln und Schaufeln unterwegs, um den Schatz neben der Eisenbahn zu suchen.

Info > »Hedjaz-Bahn«; Globotrain Bahnreisen weltweit, Neuengasse 30, CH-3001 Bern; Tel. 0041 / 31 / 313 00 03,
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