Ich war auf der Suche, ziemlich lange sogar. Ich wollte etwas finden, das die Fokussierung auf äußere Werte beendet und die inneren Werte stärker betont, weil ich glaube, dass es nichts außerhalb von uns gibt, das wir nicht in uns haben. Das klingt jetzt komisch, aber ich wollte einfach etwas finden, das nicht vergänglich ist. Was habe ich alles ausprobiert: Eine Zeitlang bestand mein Freundeskreis aus Hippies, so kann man das wohl nennen. Wir haben getrommelt, sind gereist, aber irgendwann wurde das zum Selbstzweck, und ich wollte das nicht mehr. Ich habe lieber einen klaren Kopf, und das waren echte Freaks. Ich bin dann mit einem Freund zur Meditation in das Buddhistische Zentrum und wusste sofort: Das ist etwas, was ich den Rest meines Lebens machen will. Das hat sich nicht langsam entwickelt – ich war meditieren, und zack, das war’s. Gerade jetzt, wo die Welt immer schneller wird, erscheint es mir einfach notwendig, einen Halt zu finden, der viele verschieden Ebenen miteinander verbindet: Geist, Literatur und Körperspannung. Ich meditiere mittlerweile jeden Tag etwa eine Stunde. Mein Leben hat sich schlagartig verändert. Ich bin zum Beispiel viel ruhiger geworden.