Overlord, wie kommen Sie mit Ihren Unterwerfungsplänen voran?
Suboptimal. Wir sind weit hinter Plan, weil sich meine unterbelichteten Schergen ständig in großbusige Elfen verlieben, statt sie zu eliminieren.
Warum kümmern Sie sich nicht selbst darum?
Würde ich gerne. Aber um seine persönliche diabolische Bilanz zu optimieren, muss man heutzutage einfach outsourcen. Ich kann schließlich nicht jedes Häschen und jeden Zwerg selbst um die Ecke bringen.
Wie schaffen Sie es, Ihre treudoofen Schergen bei Laune zu halten? Geld, Sex, Drogen, Macht?
Nein, das beanspruche ich natürlich alles für mich allein. Incentives alle drei Monate haben sich als überaus effizient erwiesen. Die fünf herzlosesten Handlanger dürfen mit mir auf Lustreise.
Welche Projekte sind Chefsache?
Das Schmelzen der Polkappen beispielsweise. Und während mich die Schergen über die so neu entstandenen Seewege rudern, kann ich in Ruhe meine Vorträge für Manager- und Diktatorenkongresse vorbereiten.
Zu welchen Themen referieren Sie?
Am häufigsten werde ich für „Endlich Misanthrop!“, „Das Einmaleins der Tyrannei“, „Simplify Your Strife“ und „Sorge dich nicht, wüte!“ gebucht.
Haben Sie denn gar keine Skrupel?
Nein. Aber immerhin mache ich mich nicht mit einer Abfindung aus dem Staub oder verstecke mich in einem Erdloch, nachdem ich alle ins Unglück gestürzt habe.
skö