Selbst so mancher Nichtraucher erlag bereits der Ästhetik des Cowboy-Werbespots einer großen amerikanischen Zigarettenfirma. Wie lässig sich kühne Männer da im Sattel bewegen, wie sie ihre wilden Hengste bändigen oder unerschrocken durch die Furten der Flüsse preschen, das weckt bei vielen Betrachtern die Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit. Tatsächlich ist der Weg aus dem bequemen Kinosessel zur Realität des Wildwest-Alltags gar nicht so weit: Man muss nur eine »Cowboy School« besuchen. So erfüllt etwa die »Colorado Cattle Company« den Traum eines Westernabenteuers. Ihr Versprechen lautet: »Sie werden als Gast kommen und uns als echter Cowboy verlassen.« Mit Schulbankdrücken hat die Cowboy School freilich nichts zu tun – und mit gekünstelter Cowboyatmosphäre auch nicht. Vielmehr wird der anstrengende, mitunter raue Alltag auf einer mehr als 6000 Hektar großen Ranch nicht bloß nachgestellt, sondern richtig gelebt. Auf dem Stundenplan stehen als »Unterrichtsfächer « exakt jene Tätigkeiten, die auch der Farmer vor Ort tagein, tagaus erledigt: Rinder treiben (und zwar 750!), verirrte Rinder einsammeln, kranke Rinder verarzten, Brandzeichen setzen, Wasser holen und Zäune reparieren; und natürlich reiten, reiten, reiten. Von Teilzeit-Cowboytum kann man da kaum sprechen, schließlich kommen ja noch das Lasso-Training sowie Reitstunden auf den amerikanische Quarterhorses und Paints hinzu. Doch auch für Entspannung ist gesorgt. Nach getaner Arbeit warten – je nach Witterung – eine wärmende Sauna oder der erfrischende Pool. Und noch etwas: Auch wenn es bislang keine Frauen in die Zigaretten-Spots geschafft haben, in der Cowboy School können sich auch Cowgirls in spe einschreiben.

Info > »Cowboy School«, Colorado Cattle Company, 70008 WCR 132, New Raymer, CO 80742, USA; Tel. 001 / 970 / 437 53 45, Bitte aktivieren Sie JavaScript um diese E-Mail-Adresse anzuzeigen., www. coloradocattlecompany.com