Große Erfolgschancen bietet die Laserbehandlung bei Besenreisern. Die erweiterten Äderchen an den Beinen sind oft genetisch bedingt. Begünstigt werden sie durch hormonelle Faktoren wie Schwangerschaft oder die Einnahme der Anti-Baby-Pille. Andere Verursacher sind Übergewicht, zu wenig Bewegung, zu viel Sonne und falsche Ernährung. 60 Prozent aller Frauen leiden unter den meist fächerförmigen oder wie Reisigbesen (daher der Name) auftretenden Äderchen. Besenreiser werden nach Farbe und Durchmesser unterschieden. Rote Besenreiser entstehen aus kleinsten Arterien, blaue aus kleinen Venen. Da Besenreiser die Vorstufe eines Krampfaderleidens sein können, sollten sie vom Arzt untersucht werden. Oft sind sie aber nur ein kosmetisches Problem, das mit dem Laserstrahl beseitigt werden kann.

Für die roten und blauen Gefäße werden unterschiedliche Laser mit speziellen Wellenlängen verwendet. Vor der Behandlung wird das betreffende Gebiet oft mit einer Creme örtlich betäubt, da die „Laserschüsse“ oft schmerzhaft als kleine Stiche empfunden werden. Sie durchdringen die Haut und entfalten ihre Wirkung in der Vene. Der Blutdurchfluss wird gestoppt, das Blut gerinnt und wird vom Körper innerhalb von zwei bis drei Wochen abgebaut. Meistens sind nach drei bis fünf Sitzungen alle Besenreiser entfernt. Doch trotz modernster Technologie verschwinden nicht immer alle Äderchen, oder sie kommen irgendwann wieder. „Patienten sollten keine übersteigerten Erwartungen haben. Die Ursache von Besenreisern ist eine Bindegewebsschwäche. Deshalb kann es keine Garantie für ewig perfekte Beine geben“, warnt Dermatologe und Laserspezialist Dr. Stefan Duve.

Vorsicht bei sonnengebräunter oder brauer Haut. Denn: Das Laserlicht reagiert mit der dunklen Farbe der Haut und kann dort Krusten, kleine Brandblasen oder helle Flecken verursachen. Außerdem ist die Behandlung nicht so effektiv, weil die kleinen Lichtblitze auf ihrem Weg zu den kleinen Gefäßen von der braunen Farbschicht absorbiert werden und das Blutgefäß dadurch von weniger Laserenergie erreicht wird. Nach der Behandlung sollte direkte Sonnenbestrahlung (auch Solarium) für zwei bis drei Wochen und starke Erwärmung der behandelten Hautpartien (z. B. Sauna) für vier Wochen vermieden werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Welche Methode der Behandlung Sie wählen sollten und was die neuere Methode Thermo-Galvanik bewirkt.Je nach Größe und Tiefe der Besenreiser kommt eine reine Laserbehandlung, eine Kombination aus Sklerosierungsspritze und Laserbehandlung oder eine IPL-Therapie (IPL = intensiv gepulstes Licht) in Frage. Bei der Verödungsbehandlung (Sklerosierung) wird eine Flüssigkeit in das Gefäß injiziert, um einen Verschluss der Besenreiser zu bewirken. Nach dieser Behandlung muss meist ein bis drei Tage ein Kompressionsverband getragen werden. Die schonende IPL- oder Blitzlampentechnologie zerstört die Blutgefäße mit Lichtimpulsen unterschiedlicher Wellenlängen. Während der Behandlung fühlt man kleine Stiche, anschließend können vorübergehende Rötungen, Schwellungen und selten Blutergüsse und Krusten auftreten.

Eine neuere Methode ist die Thermo-Galvanik, bei der die überdehnten Kapillargefäße mit Hilfe von Gleichstrom und Radiofrequenzenergie verschlossen werden. Nach der rund 30-minütigen, schmerzfreien Sitzung werden die behandelten Areale mit polarisiertem Licht bestrahlt, das die Zellerneuerung und damit den Heilungsprozess fördert. Zwei bis fünf Sitzungen sind meist erforderlich. Unangenehme Folgen wie braune oder weiße Flecken treten nicht auf, nach wenigen Tagen darf man schon wieder in die Sonne.
Kathrin Kunterding