Eine neue schonende Alternative zu Implantaten ist die Behandlung mit stabilisierter, synthetischer Hyaluronsäure, um Körperregionen zu konturieren oder Dellen zu korrigieren. Seit September 2007 wird in Deutschland dafür das Produkt Macrolane des schwedischen Biotechnologie-Unternehmens Q-Med verwendet. Es ähnelt der im menschlichen Körper vorhandenen Hyaluronsäure, ist lange haltbar und in der Regel sehr gut verträglich. „Der Hyaluronsäure-Filler für den Körper wird die Implantatwelt revolutionieren“, sagt Dermatologe Dr. Gerhard Sattler. Denn die neue Behandlung ist minimal-invasiv, kommt ohne Narkose und große Schnitte aus. Die Risiken sind weitaus geringer als bei einem chirurgischen Eingriff. Allerdings können sich sehr selten Knötchen bilden und Allergien auftreten. Über weitere eventuelle Nebenwirkungen liegen noch keine Langzeitstudien vor.

Bei der meist 30 bis 45 Minuten kurzen Anwendung wird das kristallklare Gel in die gewünschten Körperstellen wie Waden, Brust oder Gesäß injiziert und anschließend in Form massiert. So können beispielsweise ungleich ausgebildete Brustmuskel angeglichen oder ein Po runder geformt werden – große Veränderungen sind jedoch nicht möglich. Eine Hyaluronsäure-Behandlung ist auf Dauer teurer als ein einmaliger chirurgischer Eingriff. Je nach Region sind mehrere Sitzungen nötig. Nach ein bis zwei Jahren muss nachgespritzt werden, um das Ergebnis zu halten. Denn der Körper baut die Hyaluronsäure schrittweise ab. Ein Vorteil, meint Sattler, und „ein absolutes Muss in unserer Zeit. Verwendet man permanentes Material wie Silikon, passt das Ergebnis vielleicht anfangs in das Weltbild eines 20-Jährigen, aber nicht mehr in das eines 50-Jährigen.“
Kathrin Kunterding