Dort gibt es nämlich nicht nur Springbrunnen und künstliche Wasserfälle, sondern an jeder Ecke verbergen sich (hinter)listige Fontänen, die den Besucher in unerwarteten Augenblicken nass spritzen.

Hier ein Wasserstrahl aus einem Hirschgeweih, dort aus dem Mund eines Fauns, und an anderer Stelle wird man in einem lauschigen Durchgang geduscht. Auch an scheinbar sicheren Plätzen sollte man sich nie in Trockenheit wiegen: Im Park hat der Fürsterzbischof einen großen Steintisch errichten lassen, um den Steinschemel gruppiert sind. An einem warmen Sommertag der ideale Platz für eine entspannende Mahlzeit mit herrlichem Blick auf das Schloss. Für die Gäste des Fürsterzbischofs nahm das Picknick hier oft ein nasses Ende, denn alle Sessel, außer dem des Gastgebers natürlich, waren so präpariert, dass aus ihrem Inneren eine kräftige Fontäne auf das Gewand des Gastes geschleudert werden konnte.

Der Erzbischof selbst blieb trocken und klopfte sich wahrscheinlich begeistert auf die Oberschenkel, während seine Gäste wie begossene Pudel dasaßen, und aus Etikettegründen vermutlich sogar noch gute Miene zum nassen Spiel machen mussten. Hellbrunn ist das ideale Ausflugsziel für Familien mit Kindern und für alle Erwachsenen, die das Kind in sich bewahrt haben. Einen Besuch wert ist das Mechanische Theater, in dem mit Hilfe von 256 Figuren, die mit Wasserkraft angetrieben werden, der Tagesablauf in einer Stadt des 18. Jahrhunderts nachgestellt wird.

Bei aller Begeisterung für die Wasserspiele sollte man den Besuch des Schlosses nicht vergessen. Denn das von Santino Solari, dem Architekten des Salzburger Doms, erbaute barocke Lustschloss beeindruckt durch seine üppige Innenausstattung.

Fürstenweg 37, Tel. 820 3720, www.hellbrunn.at
April, Okt. 9-16.30, Mai, Juni, Sept. 9-17.30, Juli, Aug. 9-18, Juli/August Abendführungen zu den Wasserspielen um 19, 20, 21 und 22 Uhr, 8,50 Euro, abends (nur Wasserspiele) 8 Euro