Fünf Gründe dagegen

1. In „Die fetten Jahre sind vorbei“ kommt Daniel Brühl zur klangvollen Erkenntnis: „Kiffen erstickt die revolutionäre Energie der Jugend.“

2. Eine an rund 3800 weiblichen Zwillingen durchgeführte US-Studie ergab: Cannabiskonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit, vom gelegentlichen Zigarettenraucher zum regelmäßigen Raucher zu werden, um das 4,4-Fache.

3. Goodbye, Highscore? Eine amerikanische Antidrogen-Kampagne packt Jugendliche, wo es weh tut. Kiffen schade Erinnerungsvermögen, Wahrnehmung und der Hand-Auge-Koordination – kurz: den „Gaming-Skills“.

4. Von wegen alles natürlich: Nicht selten findet man nach Angaben des Deutschen Hanf Verbands in Cannabisprodukten Streckmittel wie Talkum, Glas, Flüssigplastik und sogar Blei.

5. Wer Humor auf Fips-Asmussen-Niveau schätzt, wird in der Videothek im Regal „Kifferfilme“ garantiert fündig. Mit Menschen, die über so etwas lachen, möchte man nichts gemein haben. Nicht mal die Droge.

Fünf Gründe dafür

1. „Ein positiver Drogenschnelltest ist keine Garantie für eine Ausmusterung“, sagt Peter Zickenrott, Autor des „Anti-Wehrdienst-Reports“. „Aber Kiffen verbessert die Ausmusterungschance.“

2. Die Große Depression des vorigen Jahrhunderts half bei der Abschaffung des Alkoholverbots in Amerika. Nun gibt es nicht nur in den USA Überlegungen, durch die Legalisierung von Marihuana neue Steuereinnahmen zu sichern und die Krise damit auszuräuchern.

3. Anders als bei der herumgereichten Flasche muss man sich bei einer Tütenrunde wegen Herpes keine Sorgen machen. Nach Studien der University of South Florida hat der Wirkstoff THC eine antivirale Wirkung und senkt sogar das Risiko eines erneuten Herpes-Ausbruchs.

4. Mit Kiffen lässt sich das Image aufpolieren. Selbst die steifsten Pfeifen gehen mit alten Konsumgeschichten noch als lässige Spaßversteher durch.

5. Es gibt mehr als 15 000 uniform durchdesignte Starbucks-Filialen. Dagegen wirken die fünf Filialen der Amsterdamer Coffeeshop-Kette The Bulldog wie sympathisch-psychedelische Kunstgalerien. Mehr davon!

Text: Sascha König