Da männliche Haut fester ist als weibliche, müssen beispielsweise Fettabsaugungen mit mehr eingespritzter Flüssigkeit durchgeführt werden. Die Problempolster bei Männer sitzen meist am Bauch und an der Hüfte, mit zunehmendem Alter auch an der Brust durch zuviel Fett- oder Drüsengewebe. Während dem weiblichen Rubenstyp mit einer Liposuktion geholfen werden kann, muss das männliche Pendant – der Falstafftyp – erst einmal abspecken. Er sieht so aus wie der Ritter aus Shakespeares Stücken: Dünne Beine, aber dicker, praller Bauch. Bei so einem Bauch sitzt das Fett tief unter dem Bauchmuskel in der Bauchhöhle – das Absaugen ist nicht möglich.

Nach starkem Gewichtsverlust bringt manchmal auch gezielter Sport nicht das gewünschte Ergebnis. Dann kann eine Oberschenkelstraffung die Beine wieder in Form bringen. Erschlaffte Haut und Fettgewebe werden per Skalpell entfernt. Eventuell wird zusätzlich überschüssiges Fett abgesaugt. Die Schnitte werden meistens an der Innenseite der Leiste bis zur Pofalte oder von der Oberschenkelinnenseite zum Knie geführt. Nach dem Eingriff sollte man zwei Wochen lang viel Bewegung vermeiden und bis zu sechs Wochen einen Kompressionsverband tragen. Der Effekt ist dauerhaft, so lange man sein Gewicht stabil hält und gezieltes Muskeltraining betreibt.
Kathrin Kunterding