In über 80 Prozent der Operationen wird eine Verkleinerung durchgeführt, nur bei jedem fünften wird die Nase vergrößert. Bei Einsenkungen des Nasenrückens (Sattelnase) wird meist Eigengewebe wie Ohr- oder Rippenknorpel verwendet. Neben kosmetischen Gründen kann eine Vergrößerung auch medizinische Ursachen haben wie zum Beispiel Sportunfälle, bei denen die Nase in Mitleidenschaft gezogen wurde. Oder missglückte Operationen, bei denen unsachgemäß gearbeitet und eventuell zu viel abgetragen wurde.

Das Richten einer schiefen Nase hat nicht immer ästhetische Gründe. Sie kann zum Beispiel Probleme beim Atmen bereiten und Geruchs- und Geschmackssinn beeinträchtigen. Nasenspezialist Dr. Dietmar Löffler, Chefarzt der Abteilung Plastische und Ästhetische Chirurgie der Bonner Jungbrunnen-Klinik, führt bei rund einem Drittel seiner ästhetischen Nasen-OPs auch funktionelle Korrekturen durch. Kollegin Dr. Kotzur verbindet an der Sophienklinik ebenfalls funktionelle und ästhetische Nasenchirurgie.
Kathrin Kunterding