Zähneknirschen im Schlaf ist für viele fast so schlimm wie Schnarchen. Es ist zwar nicht laut, hat aber auf Dauer schlimme Auswirkungen auf die Zähne, wenn seelischer Druck in der Nacht unbewusst mit den Zähnen verarbeitet wird. Stefan (39, Staatswissenschaftler) ließ sich insgesamt sechs Veneers setzen. Vom nächtlichen Knirschen hatte er eine Kerbe zwischen den oberen Schneidezähnen. „Es sah aus wie abgebrochen. Ich hatte mir praktisch einen Teil meiner Zähne weggekaut“, erzählt der Staatswissenschaftler. Mit den Verblendschalen wurde seine obere Zahnreihe wieder gleichmäßig und stabil. Damit er das schöne neue Gebiss nicht gleich wieder zerknirschte, bekam er für nachts eine Aufbiss-Schiene von seinem Zahnarzt.

Doch was genau sind Veneers?
Veneers (engl. = Verblendung) sind 0,3 bis 0,5 Millimeter dünne Verblendschalen aus Keramik, die wie künstliche Fingernägel auf die Oberfläche der Zähne geklebt werden. Sie können einzelne stark verfärbte Zähne, abgebrochene Ecken oder zu große Zwischenräume regulieren. Ihr Vorteil gegenüber einer Krone: Es muss – wenn überhaupt – nur ein Bruchteil des Zahnschmelzes entfernt werden. Die Schalen werden vom Zahntechniker in Detailarbeit auf Maß hergestellt und in Farbe und Oberflächenstruktur an die eigenen Zähne angepasst. Sie halten bei guter Pflege 15 Jahre.

Dünn wie Kontaktlinsen: „non-prep Veneers“
Mittlerweile gibt es für spezielle Fälle auch non-prep Veneers, bei denen die Zähne überhaupt nicht beschliffen werden brauchen. Die gebräuchlichsten Vertreter der kontaktlinsendünnen Keramikschalen sind Briteveneers und Lumineers.
Kathrin Kunterding