Rosige Bäckchen als Dauerzustand – manche Menschen leiden unter Couperose. So nennt man die feinen, roten Äderchen, die meist im Wangen- und Nasenbereich durch die Haut schimmern. Sie sind zum Teil erblich bedingt, werden aber durch Bluthochdruck, UV-Licht, Nikotin, Kaffee, Alkohol oder Medikamente wie Kortison begünstigt. Risikofaktoren, die das zarte Bindegewebe im Gesicht und auch am Hals und Dekolleté strapazieren und teilweise zerstören können. Menschen mit heller, sensibler Haut sind besonders anfällig für Couperose. Ihre Haut verträgt den Wechsel von Kälte und Wärme schlecht und muss mit Cremes geschützt werden.

Couperose kann mit Laserlicht behandelt werden. Durch die Lichtenergie erwärmt sich der Blutfarbstoff, das Blut gerinnt und die Gefäße verschließen sich. Die umliegende Haut bleibt unversehrt, leichte Blasen oder Krusten verschwinden nach einigen Tagen, blaubraune Flecken nach ein bis zwei Wochen. Meist sind drei bis vier Sitzungen nötig. Helle Haut kann besser als dunkle Haut behandelt werden. Intensive Sonnenbestrahlung sollte man mehrere Wochen lang meiden.

Alternativ können die Äderchen im Gesicht auch mit gepulstem Licht und Radiofrequenzstrom behandelt werden. Die so genannte Elostherapie verödet Gefäße selektiv und gewebeschonend durch Erhitzung. Wie bei der Laserbehandlung sind auch hier mehrere Sitzungen erforderlich.
Kathrin Kunterding