Die 31-jährige Sonderpädagogin Lynn hat es probiert: „Ich habe im Herbst geheiratet. Und ich wollte nicht nur in Weiß heiraten, sondern auch weiße Zähne haben.“ Also trug sie die mit schonendem 15-prozentigen Carbamidperoxid gefüllte Schiene eine gute Woche lang und strahlte an ihrem großen Tag mit deutlich helleren Zähnen. Die Verfärbungen durch Kaffee und Rotwein waren verschwunden, nicht jedoch die kleinen Flecken im Frontbereich – die Folge starker Medikamente, die Lynn als Baby bekommen hatte. Bei diesen starken Verfärbungen hilft Bleaching nicht, ebenso wenig wie bei durchscheinenden Füllungen. Also ließ sich Lynn helle Kunststofffüllungen einsetzen und Veneers aufkleben.

Der Weg zum schönen Lächeln birgt Risiken
Wie beim Haarefärben entziehen Sauerstoffradikale den Farbpigmenten auf dem Zahnschmelz einige Moleküle, wodurch die Farbkomplexe unsichtbar werden. Zähne und Zahnfleisch müssen gesund sein, denn Bleaching kann beschädigte oder geöffnete Zahnoberflächen angreifen. Bei Karies kann Bleichgel ins Zahninnere gelangen, Schmerzen verursachen und sogar Nerven schädigen. Wird das Mittel falsch aufgetragen oder das Zahnfleisch nicht richtig mit Schutzdamm abgedichtet, können daraus schmerzhafte Schäden und Entzündungen des Zahnfleischs folgen. Vorsicht auch vor aggressiven Speziallampen, die zur Aktivierung der Gele eingesetzt werden. Schonender als Laser- und Plasmaleuchten sind UV-, Halogen- oder LED-Lampen wegen der geringeren Wärmeentwicklung.
Kathrin Kunterding