Methoden:
FUT (Follicular Unit Transplantation) oder Streifenmethode: Schmale Hautstreifen mit winzigen Gruppen von Haaren werden meist aus dem Haarkranz am Hinterkopf per Skalpell entnommen und mikrochirurgisch in Mikro- oder Mini-Grafts unterteilt. Alternativ werden aus dem Spenderstreifen winzige Haargruppen („follicular units“) von ein bis vier Haaren geschnitten. Die Grafts oder „Follicular Units“ werden anschließend an den kahlen Stellen platziert.

FUE (Follicular Unit Extraction) oder Punktmethode: Einzelne Haarwurzeln werden mit einer mikrochirurgischen Hohlnadel vom Hinterkopf oder Reservestellen wie Rücken oder Brust ohne Schnitt entnommen und im kahlen Bereich wieder eingesetzt (schonender, aber zeitaufwändiger).

Arztwahl: Haartransplantationsinstitute mit behandelnden Dermatologen, Fachärzten für Ästhetische Chirurgie sowie Ärzten mit fachlicher Weiterbildung für die angewandten Methoden. Spezialisten unter www.vdhc.de (Verband Deutscher Haarchirurgen e.V.).

Kosten: Ab 2250 Euro bis 15000 Euro je nach Art und Menge der Transplantation. Für ein Micro-Transplantat wird in der Regel zwischen 3,50 und 5,00 Euro berechnet (500 Micro-Transplantate x 4,50 Euro = 2.250 Euro).

Folgen: Direkt nach der OP leichter Druckschmerz, einige Tage leichter Spannungsschmerz, nach drei bis sechs Tagen meist schmerzlose Schwellung, bis zu 14 Tage lang Schorfbildung. Evtl. vorübergehende Gefühlsstörungen. Sehr selten Nachblutungen, Blutergüsse und Absterben der Implantate in Folge von Infektionen oder bei Erkrankung, wenn das Empfängergebiet prinzipiell kein Haarwachstum mehr zulässt. Nach drei bis fünf Monaten erster Erfolg, nach zwölf bis achtzehn Monaten endgültiges Ergebnis sichtbar. Meist sind ein bis zwei Folgeoperationen meist nötig.
Kathrin Kunterding