Je länger, je lieber – viele Frauen träumen von schönen XXL-Haaaren und auch die meisten Männer stehen drauf. Laut einer Umfrage der Zeitschrift Laura wünschen sich 65 Prozent der deutschen Männer eine lange Mähne beim weiblichen Geschlecht. Doch auf Krampf dünnes Haar wachsen lassen, bringt nichts. Es sei denn, man mag den Fissel-Look à la Ostfriesenkönig Otto. Also doch lieber Kurzhaarschnitt. Wie toll das aussehen kann, sieht man an Top-Model Agyness Deyn, Sharon Stone und natürlich Halle Berry als heißes Bond Girl. Oder aber man schummelt und lässt sich mit Haarverlängerungen in wenigen Stunden eine Prachtmähne zaubern. Den zur Zeit wieder total angesagten Hollywood-Trend führen Stars wie Katie Holmes, Eva Longoria-Parker, Demi Moore oder Michelle Hunziker vor.

Wie fühlen sich lange Haare an – auch wenn’s nicht die eigenen sind? Mirjam will es wissen. Die 29-jährige Vertriebsassistentin trägt ihre feinen Haare bis zu den Schultern: „Ich hätte sie gern länger, aber sie sind viel zu dünn und brechen immer ab.“ Beim Hairstylisten lässt sie sich deshalb Extensions machen. Nach einer vierstündigen Prozedur inklusive Färben, Ankleben der Echthaarsträhnen und Schneiden sind ihre Haare zwanzig Zentimeter länger und doppelt so dicht. Mirjam ist begeistert: „Der Wahnsinn! Ich fühle mich ganz schön sexy“.

Für die neue Haarpracht hat Mirjam 500 Euro bezahlt. Eine aufwendige Pflege brauchen ihre Extensions nicht. Sie kann sie ganz normal waschen und frisieren. Nur das Trocknen dauert länger, weil sie einfach mehr Haare auf dem Kopf hat. Nach spätestens sechs Monaten muss sie wieder zum Stylisten. Dann werden ihr die Strähnen entfernt – und wenn sie will – mit frischen „Bondings“ (Klebestellen) versehen und wieder neu eingesetzt. Bis zu eineinhalb Jahre lang halten diese hochwertigen, wieder verwertbaren Haare. „So lange ich mir diesen Luxus leisten kann, lass‘ ich weiter kleben,“ sagt die Fake-Langhaarige glücklich.
Kathrin Kunterding