Noch immer ist Dr. Gretchen Haase auf der Suche nach der großen Liebe und stolpert dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Ob sie am Ende Mr. Right findet, wollte Hauptdarstellerin Diana Amft aber noch nicht veraten.

Adolf-Grimme-Preis, Deutscher und Bayrischer Fernsehpreis sowie Deutscher Comedypreis: Frau Amft, wie erklären Sie sich den enormen Erfolg von „Doctor’s Diary“?
Es steckt sehr viel Herz in der Serie. Ich glaube, das spiegelt sich einfach wider. Wir versuchen, nicht den perfekten Helden oder in unserem Fall den „Halbgott in Weiss“ zu verkörpern, sondern Menschen wie du und ich, bei denen auch mal was schief läuft. Halt wie im realen Leben.

Warum sind Arzt- und Krankenhausserien Ihrer Meinung nach generell so beliebt, obwohl Krankenhäuser im echten Leben doch sonst eher für Unbehagen sorgen?
Ein Krankenhaus ist einfach ein Ort, mit dem man sich identifizieren kann, in den meisten Fällen als Patient oder Besucher. Es ist ein Ort, wo die unterschiedlichsten Menschen aus unterschiedlichsten Gründen aufeinander treffen. Ich denke, das sorgt schon sehr für Geschichten aus dem Leben.

Haben Sie eine Lieblings-Arzt- beziehungsweise Krankenhausserie?
Ausser „Doctor’s Diary“? Ich habe früher mit meinem Bruder immer zusammen die Schwarzwaldklinik geschaut.

Worauf können sich die Zuschauer in der zweiten Staffel von „Doctor’s Diary“ freuen?
Auf unglaublich viel lustige Unterhaltung und absurde spannende Geschichten. Ich darf jetzt nicht zu viel verraten, nur soviel: Es lohnt sich, es anzuschauen! Gretchen verschlägt es nach Amerika und ihr Vorsatz, dass sie ohne Männer auch weiter nach vorne geht, ist auch recht schnell verworfen.

„Bridget Jones trifft Grey’s Anatomy“ heißt es oft in den Medien über „Doctor’s Diary“. Stimmt diese Behauptung – oder wie würden Sie die Serie am besten beschreiben?
Es stimmt schon, man könnte sich sehr gut vorstellen, dass Gretchen die „getrennte Zwillingsschwester“ von Bridget Jones ist. Und die Geschichten, die so im Krankenhaus passieren, könnte man durchaus mit der Schnelligkeit und Spannung von „Grey’s Anatomy“ vergleichen. Und trotzdem ist es nochmal was eigenes und anderes.

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Ist die von Ihnen gespielte junge Ärztin Gretchen Haase eine typische Frau von heute?
Sie ist im Endeffekt cool, weil sie steht zu ihren Gefühlen, traut sich immer wieder, sich auf alles einzulassen. Sie hat aber auch ihre Schwächen und Problemzonen. Ich denke die „Frau von heute“ kann sich gut mit ihr identifizieren.

Sind Männer tatsächlich die beste Medizin, so wie es im Untertitel der Serie heißt?
Wenn er einem gut tut definitiv! Wenn nicht, sollte man sich eher um ein „Gegenmittel“ bemühen.

Sie haben am Anfang Ihrer Karriere in einigen Teenie-Klamotten wie „Mädchen, Mädchen“ oder „Knallharte Jungs“ mitgespielt – hatten Sie keine Angst, dadurch einen gewissen Stempel aufgedrückt zu bekommen?
Ich würde die Filme nicht als Klamotten bezeichnen, da sie sehr sympathische Charaktere hatten. Man hat nicht versucht, Witze auf Kosten der Figuren zu machen, sondern sie sind durch die Situation entstanden. Es war ein ganz anderer Zeitpunkt in meinem Leben, und es hat sehr viel Spass gemacht, aber Zeiten ändern sich und man entwickelt sich weiter. Ich habe mir damals wie auch heute nicht so viele Gedanken gemacht, einen Stempel aufgedrückt zu bekommen, man kann ja auch daran arbeiten, dass es nicht dazu kommt.

Sie drehen gerade an der Seite von Benno Fürmann die Familienkomödie „Die Teufelskicker“ – können Sie uns schon etwas darüber verraten?
Es ist ein unglaublich toller unterhaltsamer Familien-Film, für die Erwachsenen eine schöne Unterhaltung und für die Kids wahnsinnig spannend. Wir etablieren eine Art „Fußball-Parcour“, so was hat man zuvor noch nicht gesehen.

Was schauen Sie sich gerne im TV an?
Eigentlich alles, was unterhaltsam und spannend ist.

Vielen Dank fürs Gespräch.

Interview: André Depcke

Video-Tipp: „Doctor’s Diary“-Trailer (2. Staffel)