Bei der Streifen- und der Punktmethode fallen die zuerst transplantierten Haare am Ende des ersten Monats aus und beginnen nach zwei bis drei Monaten nachzuwachsen. Nach rund einem Jahr ist die Adaptionsphase abgeschlossen und der Schopf steht. In einigen Fällen sieht das leider etwas seltsam aus. Wenn der Transplanteur beispielsweise die Haarlinie zu tief oder die Ansätze wie mit dem Lineal gezogen gesetzt hat. Schlimm auch der „Klobürstenlook“: Die Haare sprießen in alle Richtungen, weil der Arzt beim Einpflanzen nicht die Wuchsrichtung der Haarwurzeln beachtet hat.

Die „Versagerquote“ ist bei beiden Methoden fast gleich Null. Denn die eingesetzten Haare sprießen an den zuvor blanken Regionen ein Leben lang. Nur in sehr seltenen Fällen sterben sie in Folge von Infektionen oder bei Erkrankung ab, wenn das Empfängergebiet prinzipiell kein Haarwachstum mehr zulässt. In den folgenden Jahren kann sich der Haarausfall an anderen Stellen fortsetzen. Dann hilft nur eine erneute Transplantation oder vielleicht eine bis dahin entdeckte revolutionäre Therapie.
Kathrin Kunterding