Die offene Rhinoplastik
Im Vorgespräch mit dem Arzt erzählt die hübsche Touristikfachwirtin Anne, die sich schon lange eine neue Nase wünscht, wie sie sich das Ergebnis vorstellt. Anhand von Nachher-Simulationen am Computer zeigt ihr der Operateur, was in ihrem Fall möglich ist. Für die große Höckernase der Patientin eignet sich die offene Rhinoplastik. Bei dieser Methode wird die Nase von außen durch einen Schnitt am Nasensteg und am Nasenflügelrand geöffnet. Nach der OP bleibt eine sehr feine, faktisch nicht sichtbare Narbe zurück.

Die geschlossene Rhinoplastik
Bei der geschlossenen Rhinoplastik werden Knorpel- und Knochenstrukturen im so genannten Knopfloch-Verfahren ausschließlich durch die Nasenlöcher bearbeitet. Der Vorteil: Die Nasenweichteile werden geschont, so dass die Nase nach der OP weniger stark anschwillt als bei der offenen Methode. Außerdem bleiben keine äußerlich sichtbaren Narben zurück. Die plastische Chirurgin Dr. Annette Kotzur von der Stuttgarter Sophienklinik bevorzugt trotzdem die offene Rhinoplastik: „Die top Nasenchirurgen verwenden zur Zeit fast alle den offenen Zugang, weil sie so präziser arbeiten können. Die geschlossene Methode eignet sich eher für einfache Korrekturen wie die Beseitigung eines kleinen Höckers.“
Kathrin Kunterding