So viele Methoden, aber welche ist die richtige? Wer Falten behandeln lassen will, sollte auf jeden Fall zu einem erfahrenen Dermatologen oder einem Facharzt für ästhetisch-plastische Chirurgie gehen. Dieser entscheidet je nach Hauttyp, welche Behandlung geeignet ist. Botox gehört nicht auf eine Party, sondern nur in eine Praxis. Filler sollten abbaubar, einschneidende Eingriffe wie Laserbehandlungen in Spezialkliniken durchgeführt werden. Auch die sanfteste Form der Faltenbehandlung kann unangenehme Folgen haben, viel Zeit und Geld kosten.

Methoden: Botulinumtoxin Typ A; Faltenfiller: Abbaubare Filler (Kollagen, Hyaluronsäure, Milchsäure, Eigenfett, Calciumhydroxylapatit), Permanente Filler (Mikrokügelchen, Kunststoff-Fäden); Mesotherapie; Chemische Peelings: Fruchtsäurepeeling, Mitteltiefes chemisches Peeling, Tiefenpeeling; Mechanische Methoden: Mikrodermabrasion, Dermabrasion, Medical Needling; Thermisch wirkende Methoden: Laserbehandlung (Skin Resurfacing, Subsurfacing), Thermage, Coblation. Je nach Methode sind mehrere Behandlungen im Abstand von mehreren Wochen beziehungsweise ein bis zwei Mal im Jahr nötig.

Arztwahl: Dermatologen, Fachärzte für ästhetische Chirurgie und Ärzte mit fachlicher Weiterbildung für die angewandten Methoden. Ärztelisten für Botox-Behandlungen bei der Deutschen Gesellschaft für Botulinumtherapie e.V. (www.dgbt.de).

Kosten: Botulinumtoxin Typ A zwischen 250 und 500 Euro je nach Menge; Falten-Filler je nach Füllmaterial und Menge zwischen 300 und 500 Euro; Mesotherapie ab 130 Euro; Fruchtsäurepeeling ab 50 Euro, mitteltiefes und tiefes chemisches Peeling zwischen 500 und 2000 Euro; Mikrodermabrasion 45 bis 120 Euro, Dermabrasion um 1000 Euro, Medical Needling ab 1200 Euro; Laserbehandlung je nach Körperregion und Umfang ab 1000 Euro, Thermage je nach Körperstelle und Behandlungsumfang ab 1200 Euro, Coblation zwischen 750 und 4000 Euro.

Folgen:
Botulinum A: Eventuell vorübergehende Hautrötungen, Schwellungen, Hämatome, Juckreiz an den Einstichstellen, Kopfschmerzen, Übelkeit einige Stunden nach der Injektion, bei zu hoher oder ungenauer Dosierung des Wirkstoffes kurzfristige Sehstörungen, partielle Lähmungen oder Hängelider.

Faltenfiller Hyaluronsäure, Kollagen, Eigenfett, Milchsäure und Calcium-Hydroxylapatit: Eventuell vorübergehende Hautrötungen, Juckreiz, Blutergüsse, Schwellungen oder Schmerzen im Bereich der Injektionsstelle, sehr selten je nach Präparat allergische Reaktionen und Knötchenbildung.

Peelings: Je nach Intensität und verwendeter Säure vorübergehende erhöhte UV-Empfindlichkeit und damit eventuelle Pigmentfleckenbildung, lang anhaltende Schwellungen und Rötungen sowie Risiken wie Infektionen und Narbenbildung.

Dermabrasion: Spannende, leicht rötliche Haut, eventuell Blutergüsse, Aufschürfungen, Infektionen beim Kratzen an den Schleifstellen, Narbenbildung bei zu tiefem Schleifen, Pigmentstörungen bei zuviel UV-Strahlung, empfindliche Haut.

Mikrodermabrasion: siehe Dermabrasion. Ähnliche Nebenwirkungen möglich, aber in schwächerem Ausmaß.

Medical Needling: Eine Woche lang Abheilung der Einstichstellen und Rötungen.

Laserbehandlung: Je nach verwendetem Laser über mehrere Tage oder Wochen Schwellungen, wunde, nässende Haut und Krustenbildung. Nach der Abheilung noch gerötete und sehr sonnenempfindliche Haut. Selten sind Dunkel- oder Hellfärbung der Laserareale oder Infektionen (z.B. mit Herpesviren und Bakterien). Sehr selten Narbenbildung.

Thermage: Kurzfristige Rötungen und Schwellungen, manchmal Schmerzen. Selten Erscheinungen wie bei einer Verbrennung, Blasenbildung. Sehr selten kleine Narben und farbliche Hautveränderungen.

Coblation: Eventuell Farbveränderungen, erhöhte Hautempfindlichkeit, Narbenbildung, Milien (Grieskörner), Hautrötungen, sehr selten Infektionen.
Kathrin Kunterding