Fünf Gründe dagegen

1. Im Volksmund wird der Schnäuzer auch „Rotzbremse“, „Suppensieb“, „Popelfänger“, „Schenkelbürste“ oder „Pornobalken“ genannt. Bezeichnungen, die für sich sprechen.

2. „Ich ließ mir als Teenie einen Schnäuzer stehen, um männlicher auszusehen“, gab Nachwuchsschauspieler Zac Efron jüngst zu. Vergebens, denn auch Zac weiß mittlerweile: Echte Kerle tragen Vollbart.

3. Träumt eine Frau von einem Mann mit Schnäuzer, hat das laut Esoterikanbieter Traumdeuter.ch folgende Bedeutung: „Ein Mann, den Sie immer für einen Helden hielten, entpuppt sich als armseliger Tropf.“

4. Schnurrbärte sind eine Bakterienschleuder. Nicht umsonst halten sich Muslime daran, Bärte wachsen zu lassen, den Schnäuzer aber pingelig zu trimmen. So pflegte es einst schon Prophet Mohammed, der großen Wert auf Reinlichkeit legte.

5. Für Bewohner des kalifornischen Eureka stellt sich die Frage ohnehin nicht: Hier ist es Männern mit Schnäuzer per Gesetz verboten, Frauen zu küssen.

Fünf Gründe dafür

1. Salvador Dalí war der festen Überzeugung, mit seinen Schnurrbartspitzen göttliche Botschaften empfangen zu können. Sein antennenartiger Schnäuzer wurde zum Sinnbild einer ganzen künstlerischen Bewegung.

2. Man kann sich mit seinem Schnurrbart auch in Geduld und Selbstdisziplin üben: Der Inder Badamsinh Juwansinh Gurjar ließ seinen Schnäuzer in 25 Jahren auf knapp vier Meter Länge wachsen – Weltrekord.

3. 1972 holte Mark Spitz sieben olympische Goldmedaillen im Schwimmen und war überzeugt: „Der Schnäuzer leitet das Wasser ab.“ Auch Spitz‘ legitimer Nachfolger Michael Phelps trägt neuerdings Schnäuzer.

4. Heute brauchen Typen dicke Karren, früher reichte der dickste Schnurrbart: Zu Kaisers Zeiten wies die Größe des Soldatenschnäuzers auf den Rang innerhalb der Armee hin.

5. Seit Trendjunkies immer häufiger Schnäuzer tragen, können alle verunsicherten Teenie-Jungs aufatmen: Lippenflaum ist tatsächlich in.

Text: Nico Cramer