Verlagsinfo: „Unser Ziel ist, dass Menschen ein Leben ohne Ausbeutung, Diskriminierung, Hunger und Krieg führen können. Dafür sind energischere Maßnahmen als Mahnwachen und Kundgebungen nötig. (…) Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die auf Solidarität aufbaut und auf sozialer Gerechtigkeit, in der es keine Ausbeutung und keine Herrschaft von Menschen über Menschen mehr gibt, eine Gesellschaft, in der wir basisdemokratisch entscheiden, wie wir leben und arbeiten wollen. Das ist ein tollkühner Plan. Und wir müssen alles selbst machen. Die Mittel, durch die wir dieses Ziel erreichen könnten, werden manche eine soziale Revolution nennen. Einverstanden.“
Auszug aus Zeit des Zorns

Soziale Gerechtigkeit und Freiheit stehen mehr denn je zur Disposition. Die derzeitige Wirtschaftskrise ist nicht die Folge eines ungezügelten „Raubtierkapitalismus“. Der Kapitalismus ist schon im Normalzustand eine Katastrophe. Es gibt ihn nicht ohne stetig wachsende Ausbeutung von Arbeitskräften und Natur. Er lässt sich nicht zähmen oder mit Reformen in eine humane Gesellschaft überführen. Menschen werden durch ihn in die Armut gedrängt, leiden und sterben.
Jutta Ditfurth zeigt in Zeit des Zorns wie das Kapital sich die Weltwirtschaftskrise zunutze macht, um sich der restlichen sozialen und demokratischen Menschenrechte und der ökologischen Erfordernisse zu entledigen. Sie fragt, wo die strategischen Schwachpunkte des Systems liegen. Die Weltwirtschaftskrise wird nicht zum Zusammenbruch des Kapitalismus führen. Im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass er gestärkt aus ihr hervorgeht.
Jutta Ditfurth gibt in Zeit des Zorns den vielen Menschen eine Stimme, die ihre Interessen weder von der SPD noch von den Grünen noch dem linksliberalen Flügel der FDP noch vom Arbeitnehmerflügel der CDU vertreten fühlen. Und sie zieht eine schonungslose Bilanz der fast 20 Jahre alten Linkspartei / PDS. Sie zeigt, mit wem, und wie ein Bündnis herzustellen ist, das sich gegen die Zumutungen des Kapitalismus, gegen die Ausbeutung und Erniedringung der Menschen und der Vernichtung der Natur wehrt.

Jutta Ditfurth, Soziologin und Publizistin, war Mitgründerin der Grünen und von 1984 bis 1988 deren Bundesvorsitzendem, 1991 trat sie aus der Partei aus. Seit 2001 bis 2008 war sie Stadtverordnete für ÖkoLinX – Antirassistische Liste im Frankfurter Stadtparlament Seit 1970 ist sie aktiv in der außerparlamentarischen Linken.