Kurzsichtigkeit: Kurzsichtigkeit bedeutet, dass nahe Gegenstände scharf und weiter entfernte unscharf gesehen werden. Grund: Die Brechkraft der Hornhaut ist zu groß, Lichtstrahlen werden nicht auf, sondern vor der Netzhaut gebündelt, das Bild ist verschwommen. Brille oder Kontaktlinsen verringern die zu hohe Brechkraft, deshalb spricht man von Minusgläsern und gibt die Brechkraft mit -Dioptrien an.

Weitsichtigkeit: Wer weitsichtig ist, sieht hingegen nahe Dinge unscharf und dafür weit entfernte Gegenstände scharf. Bis zu einem gewissen Alter kann das Auge die Brechkraft selbst durch die Anspannung des inneren Augenmuskels ausgleichen, aber zunehmend verliert die Linse an Elastizität und kann sich immer schlechter auf nahe Gegenstände einstellen – man wird altersweitsichtig. Während man mit 15 Jahren noch bis zu acht Zentimeter vor dem Auge scharf sehen kann, gelingt einem das mit 45 nur noch auf 35 Zentimeter.

Hornhautverkrümmung: Bei Hornhautverkrümmung, auch Stabsichtigkeit oder – medizinisch korrekt – Astigmatismus genannt, ist die Hornhaut nicht halbkugelförmig, sondern eher elliptisch geformt und verzerrt somit das Bild.
Kathrin Kunterding