Die Ultraschall-Lipolyse ist nur für dicke Fettschichtlagen geeignet, weil das zusätzlich erforderliche Kühlmantelrohr die Kanüle wesentlich verdickt und der Operateur deshalb nicht so fein arbeiten kann. Auch bei dieser Methode wird das Gewebe vorher mit einer Tumeszenzlösung gelockert. Anschließend wird die Ultraschallsonde in das Fettgewebe eingeführt. Durch Übertragung der Hochfrequenzwellen werden die aufgeweichten Fettzellen zum Implodieren gebracht und vorsichtig aus dem Gewebe gedrückt. Verbliebenes Fett wird mit dünnen Kanülen abgesaugt. Mit der neuesten Entwicklung, dem VASER, wird das Verbrennungsrisiko durch einen softeren Ultraschall reduziert. Außerdem ist die Sonde nur halb so dick wie die herkömmlichen Sonden, weshalb die Schnitte nur noch 3 bis 4 Millimeter lang sind. Allerdings ist diese Methode noch nicht ausreichend wissenschaftlich getestet, so dass sie bisher nur von wenigen Spezialisten angewendet wird.

Bei der Wasserstrahl-Lipolyse werden die Fettzellen mit einem Hochdruck-Wasserstrahl aus dem Gewebe herausgespült und sofort danach abgesagt. Das Gewebe wird nicht so intensiv aufgeweicht wie bei der klassischen Tumeszenz-Methode. Wartezeit und Behandlungszeit sind kürzer als bei der Tumeszenztechnik. Doch es besteht eine stärkere Gefahr, Gewebe zu verletzen.

Mit der Laser-Lipolyse werden die Fettzellen vor der Absaugung mit Laserenergie aufgelöst. Primär eignet sich diese neue Methode der Laser-Lipolyse zur Behandlung von sichtbaren Unterhautgewebsvernarbungen und Cellulite. Durch die Wärmestrahlung wird das Gewebe homogenisiert, die Fläche wird förmlich eingeebnet – ein Zustand, den man, wenn überhaupt, mit der normalen Liposuktion nicht ausreichend behandeln kann. Nur bei Dehnungsstreifen wie beispielsweise nach der Schwangerschaft versagt der Laser. Denn diese Streifen sind Risse in der Haut, die nicht reparabel sind.
Kathrin Kunterding