Bei der bewährten Brustvergrößerung mit Implantaten gibt es grundsätzlich drei verschiedene Operationsmethoden. Der Zugang durch die Brustumschlagfalte (inframammäre Methode) ist der beliebteste Schnitt, weil er am risikoärmsten ist. Die drei bis fünf Zentimeter lange Narbe ist in der Hautfalte unterhalb der Brust versteckt und meist nur im Liegen sichtbar.

Der Warzenhof-Randschnitt
Durch den Warzenhof (periareoläre Methode): Der circa drei bis vier Zentimeter lange Schnitt um die Mammille fällt meistens kaum auf. Verheilt er aber nicht gut, springt er an dieser Stelle besonders ins Auge. Außerdem kann diese Methode zu Sensibilitätsstörungen im Bereich der Schnitte führen sowie Stillfähigkeit und Milchgänge verletzen. Deshalb wird diese Technik meist bei sehr großen oder nach Schwangerschaften überdehnten Brustwarzenhöfen und stark hängenden Brüsten angewendet, bei der auch die Brustwarzen weiter nach oben versetzt werden.

Der Achselschnitt
Schließlich der dritte Zugang durch die Achselhöhle (axilläre Methode): Eine Alternative für Frauen, die keine Narben auf ihren Brüsten möchten. Über einen Schnitt in der Achselhöhle wird das Implantat an die richtige Stelle platziert. Allerdings ist diese Methode etwas schmerzhafter als die anderen beiden Varianten und bei größeren Implantate weniger geeignet. Ein weiterer Nachteil, der aktuell diskutiert wird: Bei Frauen mit Verdacht auf Brustkrebs kann eventueller Lymphknotenbefall in der Achselhöhle aufgrund der Narben schlechter diagnostiziert werden.
Kathrin Kunterding