Zu den thermisch wirkenden Methoden gehören die Laserung, die Thermage und die Coblation. Es gibt zwei unterschiedliche Lasermethoden. Bei der abtragenden Laserbehandlung (Skin Resurfacing, also Wiederaufbau der Hautoberfläche) wird die Epidermis mit derm CO2-Laser unter Betäubung verdampft, um an die tieferen Hautschichten zu gelangen. So können beispielsweise Muttermale, Sonnenfalten oder Aknenarben entfernt werden. Zudem werden ausgeleierte Kollagenfasern durch die thermische Wirkung der Laserstrahlen zusammengezogen und die Kollagenproduktion wird angeregt. Nach der Behandlung rötet sich die Haut und beginnt zu nässen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da die Haut lichtempfindlich ist und sonst Pigmentflecken entstehen könnten. Rund drei Monate später ist das endgültige Ergebnis sichtbar.

Bei der nicht abtragenden Laserbehandlung (Subsurfacing, also unter der Oberfläche) bleibt die obere Hautschicht erhalten. Die Vermehrung des kollagenen Bindegewebes wird durch die Erwärmung angeregt, ohne dass die Haut dabei geschädigt wird. Meist muss mehrmals behandelt werden, und für dunklere Hauttypen eignet sich dieses Verfahren nicht. Doch das sanfte Verfahren kann Augen-, Wangen- und Lippenfältchen glätten. „Nur bei sehr ausgeprägten Oberlippenfalten müssen wir den CO2-Laser oder ein tiefes Peeling einsetzen“, weiß Experte Hofmann.

Laserlicht hilft übrigens auch bei Augenringen. Die bläulichen Schatten entstehen, wenn sich die roten Blutkörperchen bei geringem Sauerstoffgehalt bläulich verfärben. Ursachen können „durchzechte“ Nächte, zu wenig Schlaf, Stress, Zigarettenkonsum, mangelnde Bewegung oder Sauerstoffmangel sein. Manchmal sind auch einfach die Gene „schuld“, wenn nämlich die Blutgefäße sehr dicht unter der extrem dünnen Haut liegen. Helfen Hausmittelchen wie Ausschlafen bei offenem Fenster oder Auflegen von gekühlten Schwarzteebeuteln nicht, kann gelbes Laserlicht die bläulichen Gefäße unter den Augen zusammen ziehen. Nach wenigen Sitzungen scheinen sie wesentlich weniger durch die Haut.
Kathrin Kunterding