Eine erschlaffte Brust wird durch Sport nicht straffer – leider. Denn zielgerichtete Fitnessübungen kräftigen nur den Brustmuskel. Da der Muskel unter der Brust liegt, hat er keinen Einfluss auf das Aussehen des Busens. Die Brustform ist nur abhängig von der Haut und der Drüse. Und wenn beides durch Schwangerschaft oder altersbedingt gelitten hat, hängt der Busen durch.

Bei einer Bruststraffung wird die erschlaffte Brust wieder füllig und feminin geformt. Aus dem sehr lockeren und schwachen Bindegewebe wird eine Art „innerer BH“ geschaffen, der dem Busen mehr Volumen und Halt gibt. Wenn der Busen durch Bindegewebsschwäche, Schwangerschaft oder starken Gewichtsverlust sehr hängt und wenig Volumen hat, wird er erst gestrafft und dann mit Implantaten in Form gebracht.

Brustverkleinerung und Bruststraffung werden mit fast identischen Schnittführungen gemacht. Bei der Straffung wird ein Schnitt um die Brustwarze herum und an der Brustfalte entlang gesetzt. Anschließend entfernt der Operateur den Hautüberschuss und verlagert die Brustwarze nach oben. Risiko des Eingriffs: Wird die Brustwarze vom Drüsengewebe getrennt, können die Milchgänge verletzt und die Stillfähigkeit beeinträchtigt werden.
Kathrin Kunterding