Beim Thema Haarentfernung verziehen viele schmerzvoll das Gesicht. Wer es selbst einmal zuhause probiert hat, erinnert sich vielleicht an langwierige Prozeduren mit unter Wachs gesetzten Badezimmern, gemeinem Ziepen beim Abziehen der Wachsstreifen und nur unvollständig enthaarten Körperregionen. Doch es geht auch anders. In Kosmetikinstituten oder speziellen Waxingstudios, die sich auf die Haarentfernung spezialisiert haben, entfernen ausgebildete „Depiladoras“ Haare gründlich und so sanft wie möglich. Und zwar nach traditioneller brasilianischer Methode mit Spezialwachs auf Honigbasis. Anders als bei anderen Wachs-Haarentfernungsmethoden wird dabei Wachs ohne Vliesstreifen verwendet, und es können große Körperregionen auf einmal enthaart werden.

Enthaart wird alles, was gewünscht wird: Achseln, Beine, Oberlippe oder Wangen. Männer lassen sich am häufigsten die Haare am Oberkörper (Rücken, Bauch und Brust) entfernen. Seit Jahren stark im Kommen: Das Intim-Waxing. Männer und Frauen können sich beim Brazilian Hollywood Cut restlos alle Haare im kompletten Intimbereich inklusive Pofalte entfernen lassen. Für Frauen gibt’s außerdem die schicken Varianten Brazilian Landing Strip, bei dem auf dem Venushügel ein schmaler Streifen stehen bleibt, oder den Brazilian Triangle mit verbliebenem Mini-Dreieck. Ganz nach dem Motto „Bush is back“ ist der Triangle der aktuelle Renner. Statt Intim-Kahlschlag darf es wieder etwas Haar sein. Kein Wildwuchs wie in den 70ern und mehr als nur eine gewachste Bikinizone wie in den 80ern, sondern ein adrett getrimmtes Schamhaarfrisürchen.

Meist schmerzt das Enthaaren mit Warmwachs nur bei den ersten zwei, drei Malen. Danach wird es weitaus weniger unangenehm, weil die Haare bei regelmäßiger Anwendung weniger, dünner und damit auch weicher werden. Denn sie werden mitsamt der Haarzwiebel entfernt. Dadurch ist die Haut viel glatter als nach dem Rasieren, und der Samteffekt hält länger an – bis zu vier Wochen. Good-Bye Stoppeln! Um das Einwachsen von einzelnen Haaren zu vermeiden, sollte man auf fetthaltige Cremes verzichten. Dann diese verstopfen die Poren, so dass Haare keinen Ausweg finden. Außerdem helfen regelmäßiges Peeling und Massage mit einem Luffa-Schwamm sowie spezielle Produkte gegen bereits eingewachsene Haare.
Kathrin Kunterding