Bestimmte Einrichtungsgegenstände sind ein verlässliches Zeichen dafür, dass man älter wird. Olivenschiffchen zum Beispiel. Oder Tagesdecken. Noch eindeutiger: Schlüsselborde. Die sind wenigstens nützlich, weil sie ein gutes Mittel gegen eine typische Alterserscheinung sind: das ständige Schlüsselverlegen. Vielleicht haftet den Brettchen ja deshalb etwas Altmodisches an. Zeitgemäßer wird es mit einem iPhone. Der 79 Euro teure Service „Mobile Me“ ermöglicht es, über eine Internetseite ein zweiminütiges Piepen auf dem Telefon auszulösen, und schon findet man es zwischen den Sofapolstern, unter der Hundedecke oder im Kühlschrank. Warum nicht einfach anrufen, fragen Sie jetzt? Tja, die „Mobile Me“-Suchfunktion hat den Vorteil, die Stummschaltung des Telefons zu ignorieren. Vorbei die Zeiten, in denen wir um absolute Stille baten, damit wir in der Wohnung das leise Brummen des Vibrationsalarms orten konnten. Besonders praktisch: Über die Website Me.com lässt sich die Position des Telefons auf einer Karte relativ genau bestimmen. Sollte die Tasche mit Schlüssel und Telefon gestohlen oder irgendwo liegen gelassen werden, findet sich alles prompt wieder – und zwar weltweit. Dieser Service funktioniert auf den iPhones aller drei Generationen. Nach der Vertragsverlängerung und Upgrade auf iPhone 3GS darf das 2G oder 3G also weiterleben – als modernster Schlüsselanhänger der Welt.
Thilo Mischke