Laut wissenschaftlichen Studien lügt ein Mensch im Durchschnitt 200-mal am Tag – allein dreimal in einer zehnminütigen Konversation. Dass man sich dabei oft durch den Gesichtsausdruck, der Körperhaltung oder dem Klang der Stimme verrät, fällt glücklicherweise kaum jemanden auf. Dr. Cal Lightman (Tim Roth, „Reservoir Dogs“, „Rob Roy“) und sein Team sind jedoch genau auf solche Situationen spezialisiert. In der neuen Serie „Lie To Me“ helfen sie der Regierung und der Polizei bei besonders schwierigen Fällen und entlocken den Verdächtigen durch unkonventionelle Verhörmethoden so manche, scheinbar gut gehütete Wahrheit. Regelmäßig werden die Aufnahmen von Verdächtigen dabei denen realer Politiker und Prominenter gegenübergestellt – ein wirklich witziges Gimmick.

Video-Tipp: „Lie To Me“-Featurette (Englisch)

Diese Methoden sind nicht etwa für die Serie frei erfunden, sondern sind inspiriert von Dr. Paul Ekman, einem amerikanischen Psychologen und führenden Experten auf dem Gebiet der
Wahrnehmungsforschung. „Ich lese jedes Skript der Serie, gebe Ratschläge und kritisches Feedback. Normalerweise geht es um die spezifischen Ausdrücke oder Gesten oder andere Anzeichen für Lügen in der Serie, die ich kommentiere, wenn ich glaube, dass es eine bessere Lösung gäbe oder dass sie völlig realitätsfern sind“, so Ekman.

Video-Tipp: „Lie To Me“-Trailer (Englisch)

In den USA läuft „Lie To Me“ bereits seit Januar 2009 – und das mit nachhaltigen Auswirkungen. „Ich kriege immer wieder Reaktionen von Fans, meist sind es Paare. Sie erzählen mir dann, dass sie die Technik, die wir in der Serie anwenden, an ihren Partnern ausprobieren und sie somit besser und schneller beim Lügen ertappen“, erzählt Hauptdarsteller Tim Roth amüsiert. Wie gut es mit ihrem Gespür für Lügen steht, können sie an den kommenden 13 Mittwoch-Abenden herausfinden. André Depcke