Max Giermann schlüpft pro Folge in die Rolle eines Promineten wie Johann Lafer, Uli Hoeneß, Karl Lagerfeld oder Christian Rach. In den knackig-kurzen Sketchen bei „Switch Reloaded“ funktionierte der Spaß exzellent und Giermanns Parodien avancierten zum Kult. Vor allem seine Stefan-Raab-Imitation ist unübertroffen und sorgte sogar im Rahmen der letztjährigen Verleihung des Deutsche Comedypreises bei den Kollegen für begeisterte Jubelstürme. In seiner ersten eigenen Show „Granaten wie wir“ ist jedoch etwas Sand im Getriebe.

Zwar sind Giermanns Parodien nach wie vor vorzüglich anzusehen, doch irgendwie fehlt der Show ein Konzept, ein roter Faden. Stand-ups werden unnötig in die Länge gezogen, die zwischendurch eingespielten Sketche zünden nicht immer und auch die zusätzlichen Studiogäste sind eher unnötiges Beiwerk. Die hübsche Sketchreihe „Was wäre, wenn Stefan Raab Jesus wäre?“ sowie Schauspieler und Comedian Martin Klempnow, der Giermann des Öfteren amüsierend zur Seite steht, können darüber leider nicht hinwegtäuschen. André Depcke

Video-Tipp: „Granaten wie wir“-Trailer