Mobil: Heimweh? Freunde besuchen? Das eigene Auto hat für Studierende immer noch Seltenheitswert. Einigermaßen günstig zum Ziel kommt man mit der Bahncard 50, für die man mit Studiausweis nur 115 statt 225 Euro hinlegen muss. Erhältlich bis einschließlich 26 Jahren auf bahn.de. Dort gibt’s auch die online buchbaren Dauer-Spezial-Angebote: für 29 Euro durch ganz Deutschland. Tickets für die erste Klasse gibt’s ab 49 Euro. Wer lieber mit dem Pkw unterwegs ist und keine Scheu vor neuen Kontakten hat, wird bei der kostengünstigen Alternative der zahlreichen Mitfahrzentralen fündig. Die größte Auswahl an Mitfahrgelegenheiten findet man bei drive2day.de, mitfahrzentrale.de und mitfahrgelegenheit.de. Gerne Auto, aber flexibel und alleine? Die besten Car-Sharing-Adressen in ganz Deutschland findet man unter dem Dach des CarSharing e.V. im Netz unter carsharing.de.

Reisen: Schon seit Jahrzehnten ist es ein Privileg Studierender, beim Interrailen Bahnabteile in ganz Europa mit Keksen vollzukrümeln. Kein Wunder, denn nach wie vor sind die über Bahn.de buchbaren Reisen unschlagbar günstig: Fünf Reisetage innerhalb von zehn Tagen kosten 159, zehn Reisetage innerhalb von 22 Tagen 239 Euro. Eine 22-Tage-Reise kostet 309, ein ganzer Monat Europa 399 Euro. Die spannende Alternative: Blindbooking. Man wählt Ort und Datum des Abflugs, wählt eins der Themenangebote (Party, Kultur, Metropole, Strand) und lässt sich vom Ziel überraschen. Buchbar ist das Ganze für 19,99 beziehungsweise 49,99 Euro bei Germanwings.com. Abenteurer finden bei Couchsurfing.org und Hospitalityclub.org eine kostenfreie Alternative: Der Schlafplatz ist umsonst, und vor Ort trifft man sich mit Leuten, die einem die Stadt zeigen, oder mit denen man einen Kaffee trinken kann.

Radfahren in…
Berlin: Neben den Öffentlichen ist das Fahrrad das beste Fortbewegungsmittel in der Stadt. Wer noch keins hat, kauft günstige Gebrauchte bei FroschRad (Wiener Str. 15, Kreuzberg, Tel. 611 43 68, Mo-Fr 10-19, Sa 10-15 Uhr, froschrad.de) oder probiert sein Glück bei den regelmäßigen Versteigerungen der BVG. Geht mal was kaputt, bietet die Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt in Kreuzberg einen tollen Service. Die Betreiber helfen mit Ersatzteilen, Werkzeug und gutem Rat weiter, außerdem verleihen sie Drahtesel für 6 Euro am Tag (Fahrradwerkstatt, Lausitzer Str. 22, Kreuzberg, Tel. 69 57 95 15, Mo-Do 13-18, Fr 11-17 Uhr, regenbogenfabrik.in-berlin.de).

Bremen: So eine richtige Studentenermäßigung gibt es in den Fahrradläden natürlich nicht, aber dafür kann man bei einigen seinen alten Drahtesel in Zahlung geben und die Differenz beim Kauf eines Neuen anrechnen lassen. Einige Läden vermieten auch Räder stunden- oder tageweise. So manches Schnäppchen lässt sich zudem auf den Fahrradversteigerungen machen (Stresemannstr. 48, Hemelingen, stadamt.bremen.de). Und auf der Messe „Fahrrad-Markt-Zukunft„, die einmal im Jahr stattfindet, gibt es die neuesten Neuigkeiten oft günstiger („Fahrrad-Markt-Zukunft“, 13. & 14.3. 2010, 10-18 Uhr, Messe Bremen). Zwei gute Fahrradläden in Bremen sind Radschlag (Humboldtstr.16, Steintor, Tel. 70 41 05, radschlag-bremen.de) und Die Speiche (Fehrfeld 62, Steintor, Tel. 70 03 31, speiche.de).

Dresden: Wer auf das geldverschlingende Auto verzichten muss und sich trotzdem nicht in die überfüllten Straßenbahnen und Busse quetschen will, sollte sich ein billiges, aber sicheres Fahrrad zulegen für die kleine Extraportion Sport vor dem Rumsitzen im Hörsaal und Seminarraum, z.B. bei Elbcycles (Äußere Neustadt, Böhmische Straße 15, Tel. 811 37 93, Mo-Fr 11-19, Sa 9-14 Uhr, elbcycles.de) oder auf dem Elbeflohmarkt (Albertbrücke, Johannstadt- Nord, Käthe-Kollwitz-Ufer, Sa 10 Uhr).

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit den besten Fahrradtipps und Adressen für Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, das Ruhrgebiet und Stuttgart.Düsseldorf: 1. Fortbewegungsmittel ist das Rad. Bikes aus zweiter Hand gibt´s auf den Flohmärkten der Stadt günstig zu kaufen. Ein Geheimtipp ist die Caritas Fahrradwerkstatt in Unterbilk. Ein wenig verborgen liegt diese Werkstatt in einem Hinterhof des Caritas-Gebäudes, welches sich selbst hinter einer Shell-Tankstelle versteckt. Die Suche lohnt sich aber. Denn hier finden Sie nicht nur eine ständig wechselnde Auswahl an günstigen, generalüberholten Second-Hand-Rädern, sondern auch Zubehör aus erster oder zweiter Hand. Ebenfalls klasse ist die kompetente Servicewerkstatt mit Nice-Price-Tarifen (Völklinger Str. 24/36, D-Unterbilk, Tel.16022340, Mo-Do 8- 16, Fr 8-12 Uhr).

Frankfurt: Ohne den richtigen Drahtesel läuft gar nichts. Und besser als vollgestopfte U-Bahnen am Morgen oder nächtliches Heim laufen, weil man die letzte Bahn verpasst hat, ist das Strampeln allemal. Aber wo findet man ein günstiges Fahrrad, neu oder gebraucht? Und wer kümmert sich darum, wenn das Stahlross Überholung braucht, die einen nicht in den Ruin treibt? Für Kurzentschlossene ohne Rad bietet sich ein Verleih an, und wer als Neu-Frankfurter die Stadt auf dem Rad entdecken möchte, bucht am besten eine geführte Rad-Tour.
1) Fahrradauktion mit gefundenen Fahrrädern, Frankfurter Hauptbahnhof, Termine unter deutschebahn.com oder im Fundbüro des Frankfurter Ordnungsamtes, Termine unter frankfurter-rundblick.de
2) Reha-Fahrradwerkstatt (mit Verkauf von Neu- und Gebrauchträdern), Eschersheimer Landstr. 26a (Hinterhof), Tel. 9596940, reha-werkstaetten.de
3) Custom Deluxe, Fahrradwerkstatt mit Verleih (3,50/pro Stunde; 16 Euro/pro Tag), Tel. 36 60 42 39, Günthersburgallee 6, custom.de
4) Ciratour, geführte Radtouren in und um Frankfurt, Tel. 67737730, ciratour.de

Hamburg: Rad fahren ist vielleicht kein ganz so großer Spaß wie in Münster, weil die Radwege meist schmal sind und auf den Gehwegen liegen. Zweitens: Traurige Tatsache ist, dass Fahrräder in Hamburg oft gestohlen oder demoliert werden. Wer sich ein teures Fahrrad kauft, sollte auch beim Schloss nicht sparen. Noch besser ist aber, sich ein altes, gebrauchtes Rad zuzulegen. Da es hier so gut wie keine Steigungen gibt, reicht eine Dreigangschaltung vollkommen aus. Und wenn einmal etwas repariert werden muss (zum Beispiel, weil auch Glascontainer häufig direkt am Radweg platziert sind), stehen in der Selbsthilfewerkstatt am Campus versierte Mechaniker mit Rat und Werkzeug zur Seite (Fahrradstation Dammtor, Schlüterstr. 11, Rotherbaum, Tel. 41 44 82 77, Mo-Fr 9-18.30 Uhr, fahrradstation-hh.de). Günstige Räder gibt es bei der Fahrradversteigerung des zentralen Fundbüros (Bahrenfelder Str. 254-260, Altona, 1./15.10., 15 Uhr. Einlass eine Stunde vor Auktionsbeginn, hamburg.de/versteigerungen.de). Tipps rund ums Rad auf gibt es beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (hamburg.adfc.de).

Hannover: Als Student fährt man Bahn oder Rad. Dazu muss das Rad aber auch immer fahrtauglich sein. Muss es mal repariert werden, eignen sich die Fahrradwerkstätten, z.B. in der Fahrradwerkstatt Glocksee (Klaus-Müller-Kilian-Weg 2, Calenberger Neustadt, Tel.71 33 35, Mo 15-18, Di 10-14, Mi 16-19, Fr 15-18 Uhr, fahrradwerkstatt-hannover.de), bei der STEP-Fahrradstation (Fernroder Str. 2, Mitte, Tel. 353 96 40, Mo-Fr 6-23, Sa u. So 8- 23 Uhr), bei Drahtesel-Feine Räder (Volgersweg12, Oststadt, Tel. 348 15 12, Mo-Fr 9-18, Sa 10-14 Uhr, feine-raeder-hannover.de) oder bei Pedalritter (Voßstrasse 49, List, Tel. 357 64 10, Mo-Fr 10-13, 14-18, Sa 10-13 Uhr, pedalritter.de). Dort werden entweder kleine Probleme von fachkundigem Personal behoben, oder es wird Werkzeug zur Eigenreparatur bereitgestellt. Wer günstig an ein Rad kommen möchte, kann dies bei der Fahrradversteigerung des Fundbüros (Herrenstr.11, Mitte, Tel. 16 84 24 57).

Köln: Fahrradfahren ist angesagt, das geht fast immer am schnellsten, und Parkplatzprobleme hat man damit auch keine. Eine große Auswahl an gebrauchen Rädern aus der Region gibt es bei Kalaydo (kalaydo.de). Die Uni bietet zudem eine mobile Fahrradstation (bei trockenem Wetter tgl. 11-17 Uhr, Zülpicher Str. 70,Tel. 0178/198 87 15). Wer kein Rad kaufen will, leiht sich einfach eines bei der Radvermietung der Deutschen Bahn (callabike-interaktiv.de).

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit den besten Fahrradtipps und Adressen für Leipzig, München, Nürnberg, das Ruhrgebiet und Stuttgart. Leipzig: Weil das Fahrrad zum Studenten gehört wie die Butter aufs Brot und ab und an doch mal ein Pedal klappert oder der Reifen platzt, kann es vor den Selbsthilfewerkstätten in der Uni-Stadt schon mal zur Schlangenbildung kommen, z.B. in der Selbsthilfewerkstatt Rücktritt (City, Grünewaldstraße 13, Tel. 960 60 40, Mo-Fr 10-19, Sa 11-15 Uhr, ruecktritt.com) oder in der Selbsthilfewerkstatt Radgeber (City-Süd, Härtelstraße 3, Mo-Fr 11-19 Uhr, rueckenwind- leipzig.de/die-radgeber). Nirgendwo wartet man auf Inbusschlüssel und Luftpumpe lieber als bei Radgeber oder Rücktritt. Damit der aufgemotzte Drahtesel nicht gleich dem Diebstahl zum Opfer fällt, findet er Unterschlupf in der neuen Fahrradgarage am Augustusplatz. Und sollte doch mal ein Schloss der Kneifzange zum Opfer fallen, versteigert das Fundbüro regelmäßig besitzerlose Stahlrösser in der Innenstadt (City, Moritzbastei).

München: In München gibt es so viele schöne Strecken, so viel zu sehen. Da bietet es sich an, die Stadt nicht zu Fuß, sondern mit dem guten alten Drahtesel auszukundschaften. Dann noch eine Stadtkarte eingepackt und los. Vor allem für „Zuagroaste“ ganz, ganz wichtig, bedenkt man, dass selbst alteingesessene Münchner ab und an nach Haidhausen wollen und in Neuhausen rauskommen. Hier die besten Adressen, um Fahrräder zu leihen, zu kaufen (wenn das Studium etwas länger dauert) oder zu reparieren (weil man sich nach der letzten WG-Party „so komisch“ gefühlt und erst mal Bekanntschaft mit dem Boden gemacht hat – zum Leidwesen des Fahrrads):
1) Doctor Bike verarztet verletzte Drahtesel und kommt sogar nach Hause, wenn wirklich gar nichts mehr rollt. Außerdem verleiht der Arzt, dem die Fahrradreifen vertrauen, für 15 Euro pro Tag oder 50 Euro pro Woche Fahrräder (doctorbike.de)
2) „Call A Bike“ ist eine preisgünstige Idee der Deutschen Bahn, die sich auch in München immer größerer Begeisterung erfreut. Einfach registrieren lassen und dann ganz unkompliziert eines der etwas unschicken Bikes ausleihen, die überall rumstehen. Infos und Registrierung unter callabike-interaktiv.de
3) Stilrad verkauft Retrobikes zum Zungeschnalzen. Nicht ganz preiswert, aber spätestens nach erfolgreichem Studienabschluss ist Geld doch Nebensache. Oder? (stilrad.com)
4) Beim Radlbauer gibt’s Gebrauchträder zu Spottpreisen. Die Drahtesel sind top in Schuss und wachsen einem spätestens zur stressigen Prüfungszeit richtig ans Herz (radlbauer.de).

Nürnberg: Auch wenn die Nürnberger Uni dank ihrer Berglage nur für kernige Radsportler leicht zu erreichen ist, gibt es in Nürnberg günstige Geschäfte für gebrauchte Räder, Exoten und vor allem günstige Reparaturen. Die Jungs sind allesamt herrlich cool und entspannt. Kleine, feine Läden, die nicht jeder kennt sind Radkultur (Großweidenmühlstraße, Ecke Lindengasse, reparieren günstig und haben sehr preiswerte Fahrräder in guter Optik und haltbarer Qualität) und Gangwechsel (Untere Kanalstraße 5a, Tel. 0911 / 340 47 22, Mo, Di, Do-Fr 12-19, Sa 12-17 Uhr, Reparaturen, gebrauchte Räder, Singlespeed- und Fixie-Basteleien, gangwechsel.com).

Ruhrgebiet: Hier sucht man eine Fahrraduni wie in Münster vergeblich. Besonders der Bochumer Campus gilt mit seinen vielen Treppen als eher fahrradunfreundlich. In Dortmund dagegen finden Radler mit „reCycling“ sogar eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt direkt auf dem Campus der TU. Wer nach den Vorlesungen in Duisburg die Umgebung per Mountainbike oder Rennrad erkunden will, nimmt an den kostenlosen Führungen der Cycle Culture Company teil. Keine Lust auf 0815-Räder? Dann vielleicht mal einen Beachcruiser oder Chopper bei Allridestyle testen. Bei Gefallen werden die Räder individuell auch in der Lieblingsfarbe zusammengebaut.
1) Balance: Bochum, Kortumstr. 5, Tel.0234/120 51, Mo-Mi 10-19, Do/Fr 10-20, Sa 10-18 Uhr, Verkauf von Rädern und Zubehör, Werkstattservice, balance-fahrradladen.de
2) AStA Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt ReCycling: Dortmund, Campus der TU, Otto-Hahn-Str. 4, Rückseite Physikgebäude, Di/Do 13-17 Uhr, Hilfe bei Reparaturen, Werkzeugbereitstellung, Tipps, Kaufberatung, asta.uni-dortmund.de
3) Cycle Culture Company: Duisburg, Mülheimer Str. 79, Tel. 0203/346 10 10, Mo/Fr 15-20, Di/Do 10-13; 15-20,
4) Allridestyle: Waltrop, Bahnhofstr.145, im Bahnhof, Tel. 02309/6007 02, Di-Fr 15-19, Sa 10-13 u. n.V., Chopper, Cruiser und Bonanzas, allridestyle.com

Stuttgart: Mit einen Drahtesel ist es Praktisch, in Uninähe zu wohnen. Da schwingt man sich einfach auf sein Fahrrad und spart sich neben lästigen Wartezeiten auf S-und U-Bahn auch noch das Geld fürs Studi-Ticket. Bei „Stadtrad“ kann man sein Fahrrad sogar tunen und erhält einen individuellen Rahmen. Auch Reparaturen jeglicher Art werden dort für 40 Euro vorgenommen. Zu viel Geld? Ok, dann mietet man sich eben eins. Das Fahrrad-Verleih-System „Call A Bike Fix“ stellt an 65 Stationen 400 Fahrräder zur Verfügung. Bald soll dieses Angebot durch Elektro-Fahrräder (Predelecs) erweitert werden, so dass man sich künftig die Puste für Diskussionen im Seminar aufbewahren kann. Tipp: Drei Mal im Jahr versteigert die Stadt Stuttgart im Rathaus gefundene Fahrräder.
1) Fundbüro: Hauptstätter Str. 66, S-Mitte, Tel. 21 68 94 94, Mo-Fr 8.30-13, Do 14-18 Uhr, stuttgart.de
2) Rad & Tat: Gäuweg 1, S-West, Di-Mi 10- 13, 14.30-18, Do-Fr 10-13, 14.30-20 Uhr (Sommer), Di/Mi/Fr 14.30-18, Do 14.30-19 Uhr (Winter), radundtatstuttgart.de
3) Stadtrad: Gutenbergstr. 45A, S-West, Mo-Fr 9-13, 14-18.30 (Mai-Sept), Di-Fr 9- 13, 14-18.30 (Okt-April), Sa 9-14 Uhr, stadtrad-west.de
4) Bike Sport: Hauptstätter Str. 154, S-Süd, Tel. 60 700 66, Mo-Fr 9-13, 15-18, Sa 9-13 Uhr u.n.V., bikesport-stuttgart.de
5) Fahrrad-Spezialhaus: Lautenschlagerstr. 3, S-Süd, Mo-Fr 9.30-19, Sa 9.30-16 Uhr (Sommer), Mo-Fr 9.30-18, Sa 9-14 Uhr (Winter), fahrrad-renner.de