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Sie haben einen Bremen-Tipp, der in unserem Cityguide noch fehlt? Verraten Sie im PRINZ Club Ihre absoluten „Musts“ der Stadt.

Was macht Bremen so berühmt? Der legendäre Fußballclub Werder Bremen? Oder der Exportschlager Namens Beck’s? Oder doch die vier musikalischen Tiere, das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten? Das ist mal klar: Der Bremer an sich ist was ganz eigenes. Ein bisschen stur, aber freiheitsliebend, unabhängig und querulantisch. Immerhin war Bremen das erste Land, das die USA akzeptierte und ihnen hier die erste Botschaft billigte.

Geschichte auf Schritt und Tritt: das Rathaus mit seiner Weserrenaissance-Fassade, der pompöse Dom und die hanseatischen Prunkbauten rund um den Marktplatz gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Ebenfalls zum Pflichtprogramm gehört die Böttcherstraße. Die Backsteinbauten wurden in den 20er Jahren im expressionistischen Stil erbaut. Hier warten das Filmkunsttheater Atlantis, Edelboutiquen und Kunstgewerbetreibende sowie das Bremer Casino, das Ludwig-Roselius-Haus und das Paula Modersohn-Becker-Museum.

Nur einen Katzensprung entfernt ist es zur Weser: An der Gastromeile „Schlachte“ reihen sich zahlreiche Bistros, Kneipen und Bars aneinander. An der Premiumlage am Wasser findet sich zudem Bremens erstes Designhotel – das ÜberFluss. Hier ist alles bis aufs I-Tüpfelchen durchgestylt, neobarocke Accessoires gemixt mit Retro-Interieur von Design-Guru Tom Dixon. Das vietnamesische Gourmet-Restaurant Le Madame Hô in unmittelbarer Nähe passt hervorragend dazu: Dunkles Interieur, viel Asiatika, ultra-modern und weit weg vom Kitsch. Kein Wunder, dass die edle Location seit ihrer Eröffnung 2003 als Dauerbrenner unter Gourmets gilt. Und um den Rest des Abends zu beginnen, gibt es gleich gegenüber die Bar Vivien Wu.

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Doch nicht nur die Innenstadt mit ihrem historischen Kern setzt Akzente. Ostertor und Steintor – für Bremer kurz das Viertel – sind das Equivalent zu Berlins Prenzlberg oder Hamburgs Schanze. Hier trifft Subkultur auf Trends, coole Läden und Boutiquen. An dieser Hauptschlagader pulsieren Bars, Lounges und Clubs. Die Lila Eule, das Kulturzentrum Lagerhaus und der Roemer sind partyerprobt. Am so genannten „Bermudadreick“ werden die Abstürze gepflegt gefeiert – ob in der Capribar, im Rum Bumpers, im trashigen Heartbreak Hotel oder dem Urlaub Couch Club. In den zahlreichen Nebenstraße stehen Altbremer Häuser, es herrscht fast mediterrane Atmo und Wohnraum ist heißbegehrt.

Wer eine Auszeit braucht, radelt durch Bremens Grüne Lunge, dem zentral gelegenen Bürgerpark, der nach seinem großen Vorbild, dem Central Park, angelegt wurde. Ein Abstecher lohnt sich auch in Richtung Uni, ins Universum Science Center, das aussieht wie ein silbern glänzender Wal und ein architektonisches Meisterwerk ist.

Aber auch die anderen Stadtteile prägen den Charakter der Hansestadt: Alte Arbeiterviertel wie Walle, die Neustadt oder Findorff überzeugen durch roughen Charme. In die neu erschlossene Überseestadt zieht es die Kreativschmieden, denn in den ehemaligen Lagerhäusern entstehen gerade Lofts – perfekt für Agenturen, Eventmanager, Fotostudios und die Hochschule für Künste. Im Speicher 1 residiert das stylische Hudson ebenso wie zahlreiche Designerläden. Kultureller Aufschwung hingegen findet momentan in Bremen Nord statt. Jazz im Kito, schräge Ausstellungen und Partys im Kubo sowie der ehemalige Bunker Valentin als Theaterkulisse machen Furore. Fakt ist: Bremen – das ist nordischer Lifestyle in Reinkultur!

Maren-Britt Dahlke