Ähnlich wie „Deutschland sucht den Superstar“ verkommt die Castingshow „Das Supertalent“ leider häufig zur peinlichen Freakshow mit Fremdschämalarm, in der vollkommen talentfreie Menschen dem Publikum lediglich zu dessen Belustigung vorgeführt werden. Zudem drückt RTL mit Schicksalsschlägen einiger Kandidaten bei den TV-Zuschauern schauderhaft auf die Tränendrüse. Eher selten zeigen sich dagegen echte Talente wie Opernsänger Ricardo Marinello, dem damals 19-jährigen Sieger der ersten Staffel. Das Interesse an der Show ist jedoch, auch Dank des drolligen Jurors Bruce Darnell, ungebrochen.

Herr Darnell, Sie suchen momentan wieder in „Das Supertalent“ nach unentdeckten Talenten. Was ist Ihr größtest Talent?
Ich kann gut zuhören. Das ist mir ganz, ganz wichtig.

Haben Sie Begabungen, denen Sie rückblickend gerne mehr nachgegangen wären?
Es gibt sicherlich die ein oder andere Sache, die ich gerne gemacht hätte. Aber das kann man doch immer noch! Wichtig ist, dass man an seine Träume glaubt und versucht, diese in die Realität umzusetzen. Dafür sollte immer Zeit sein! Und ich glaube, mein Weg war der Richtige.

Was würden Sie hingegen als Ihre größte Schwäche bezeichnen?
Ich schlafe gerne lange…

Ist die Show „Das Supertalent“ lediglich dafür da, um Talente zu entdecken, oder werden sie im Nachhinein auch angemessen gefördert?
Es geht natürlich in erster Linie darum, Talente zu entdecken. Aber für Viele ist es auch die Chance, Menschen auf sich aufmerksam zu machen, die ihnen weiterhelfen können. Mit manchen Kandidaten bleibt man selbst in Kontakt und freut sich, mal wieder von ihnen zu hören.

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Video-Tipp: „Das Supertalent“-Trailer #1


Freuen Sie sich in der Show eher über begabte SängerInnen und TänzerInnen oder sind Ihnen schräge Darbietungen wie die des Profi-Furzers oder der Nacktboys lieber?
Wir sind offen für alle Talente. Aber ich persönlich finde es really impressive, wenn jemand mit einer schönen Stimme gesegnet ist!

Haben Sie der Modewelt mittlerweile den Rücken gekehrt, oder sind Sie weiterhin Abseits der TV-Kameras aktiv dabei?
Das Modelbusiness ist mein Leben und ich arbeite auch weiterhin als Choreograf. Das würde ich nicht aufgeben wollen.

Was halten Sie davon, dass Ihr Jury-Partner bei „Das Supertalent“, Dieter Bohlen, in der kommenden Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ nicht mehr seine gewohnt derben „Hammer-Sprüche“ abgeben darf?
Damit kommt Dieter schon klar, er ist ein starker Charakter. (lacht)

Was schauen Sie sich gerne im TV an?
Reportagen und gute Filme – aber ehrlich gesagt, habe ich viel zu wenig Zeit, zum Fernseh gucken…

Vielen Dank fürs Gespräch.

Interview: André Depcke

Video-Tipp: „Das Supertalent“-Trailer #2