1- Korrekter Reifendruck

Nur mit dem richtigen Luftdruck kann der Reifen die ganze Profilbreite auf die Straße drücken und damit die größtmögliche Haftreibung erzielen. Ist der Druck zu gering, wölbt sich der Reifen nach Innen, nur die Flanken haben Kontakt zur Straße. Ist der Druck zu hoch, wölbt sich der Reifen nach Aussen und nur ein kleiner Bereich der Lauffläche hat Berührung mit der Fahrbahn. In Beiden Fällen verschleisst der Reifen ungleich, die Traktion ist mangelhaft und auch der Bremsweg verlängert sich enorm.

2- Reifen sind Verschleissteile

Die Gummi-Mischung des Reifens unterliegt nicht nur dem Verschleiss durch das Fahren, sondern auch der Alterung. Gummi-Mischungen verlieren mit der Zeit ihre Geschmeidigkeit und verspröden, die Folge ist eine schlechtere Anpassung der Lauffläche an die Straße und damit ein geringerer Reibwert, die Folgen sind dieselben wie oben schon beschrieben. Deshalb sollten Reifen unabhängig von ihrer Laufleistung spätestens nach acht Jahren gewechselt werden.

3- Reifen sind empfindlich

Beim täglichen Einsatz auf der Straße kommen Reifen mit Fremdkörpern in Kontakt, die den Aufbau des Reifens nachhaltig schädigen können. Spitze Steine und Glassplitter können sich in die Lauffläche eingraben und einen schleichenden Platten verursachen, ungünstige Kontakte mit dem Bordstein können die im Reifen eingearbeitete Stahlverstärkung verformen, langes Stehen in der Garage kann zu so genannten Standplatten führen.

Daher sollte den Reifen vor jeder Ausfahrt ein Minimum an Aufmerksamkeit geschenkt werden.

– Zunächst sollte eine Sichtkontrolle durchgeführt werden, um Beschädigungen auszuschliessen.

– Danach sollte der Luftdruck jedes Reifens, auch des Ersatzreifens, im kalten Zustand geprüft werden, ein warmgefahrener Reifen hat einen bis zu 0,5 bar höheren Druck!
– Sehr alte Reifen sind zumindest für eine sportlich orientierte Fahrweise tunlichst zu ersetzen. 

Teilweise gibt es für Fahrzeuge aus den Fünfzigern mittlerweile Reifen mit modernem Innenleben, die erheblich höhere Fahrleistungen im Vergleich zu den alten Diagonalreifen erlauben.

Der Einsatz von "tire shoes" während der Standzeit hilft Standplatten zu vermeiden.