Bei seinem letzten Besuch 2008 hatte der indische Superstar ein Verkehrschaos verursacht. Hollywood-Star Ben Stiller hat ebenfalls zugesagt, seinen Film „Greenberg“, in dem er einen vom Leben enttäuschten Loser spielt, persönlich vorzustellen. Regisseur Michael Winterbottom, der für „In this World“ 2003 den Goldenen Bären gewann, für „The Road to Guantanamo“ 2006 dann den Silbernen Bären, wird zur Premiere von seinem neuen Film Noir „The Killer inside me“ anreisen. Martin Scorsese kommt mit Leonardo DiCaprio und Sir Ben Kingsley, um am 13.2. „Shutter Island“ zu promoten. Und Gael Garcia Bernal wird am 15.2. bei der Premiere seines neuesten Films „Revolucion“ dabei sein, für den zehn mexikanische Regisseure die vor 100 Jahren beginnende Revolution in ihrem Heimtland kommentieren.
Jackie Chan wird erwartet, Pierce Brosnan und Ewan McGregor spielen die Hauptrollen in Roman Polanskis „The Ghost Writer“ und werden für die Premiere am 12.2. nach Berlin kommen. Ingrid Caven hat zugesagt, Gérard Depardieu wird da sein.
Am größten dürfte wohl die Chance sein, den Hollywood-Stars Renée Zellweger und Ben Foster zu begegnen. Die beiden werden das Filmfestival wacker von Anfang bis Ende begleiten, Zellweger als Mitglied der Wettbewerbsjury und Foster als Teil der Jury für den Besten Erstlingsfilm.

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Eine Ehrenvorstellung erwartet Fassbinder-Star Günter Lamprecht zum 80.: In der Reihe „Kulinarisches Kino“ wird am 19.2. „Das Brot des Bäckers“ von 1975 wiederaufgeführt, dazu wird Brot von den, wie es heißt, „besten Berliner Bäckern“ serviert. Denn, betont Kosslick, in dieser riesigen Stadt gäbe es nur noch 135 echte Bäcker, dafür aber mehr als 1500 Aufbackstationen, in denen in Billiglohnländern vorproduzierte Teigwaren verkauft werden. Und Fassbinder-Muse Hanna Schygulla und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, die beide mit Filmreihen und Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet werden, wollen auch zu Filmgesprächen bei der Deutschen Kinemathek vorbeischauen.

Von den hiesigen Stars der Filmbranche werden u.a. Doris Dörrie, Meret Becker und Moritz Bleibtreu erwartet, Michael Gwisdek wird – wie eigentlich jedes Jahr – über den Roten Teppich schlendern, sein Film „Boxhagener Platz“ feiert am 16.2.. Vermutlich aber taucht er bereits am 12.2. auf, wenn „Renn, wenn du kannst“ die Berlinale-Reihe „Perspektive deutsches Kino“ eröffnen wird. Darin spielt nämlich sein Sohn Robert neben Anna Brüggemann und Jakob Matschenz. Alle drei, soviel darf schon jetzt verraten werden, beweisen einmal mehr, warum sie zu den derzeit gefragtesten Schauspielern ihrer Generation gehören. Nicht zu vergessen andere vielversprechende Jungstars wie Sergej Moya, der gerade erst als unheimlicher und zutiefst verlorener Mordverdächtiger im Tatort brillierte und nun in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ mit „Hollywood Drama“ seine erste Regiearbeit vorstellen wird. In der übrigens Clemens Schick mitspielt, der außerdem eine Hauptrolle hat in „Cindy liebt mich nicht“, einem weiteren Perspektive-Beitrag. Und als Berliner wird er bestimmt nicht nur zu den Premieren der Filme auftauchen.
Übrigens wird auch das größte Phantom der zeitgenössischen Kunst erwartet: Mit „Exit Through The Gift Shop“ wird Streetart-Star Banksy gefeiert. Der will auch kommen zur Premiere am 14.2. im Berlinale-Palast, verspricht Dieter Kosslick. Doch das große Geheimnis um seine Person wird wohl auch dann nicht gelüftet werden… Karen Grunow