Seit vergangenem Sonntag tragen die Spanier – dank dem 1:0-Sieg im WM-Finale gegen die Niederlande – voller Stolz den ersten Stern auf ihrem Trikot. 25 Millionen Spanier beteiligten sich an den Freudenfeiern, als die „Selección“ einen Tag später in ihre Heimat zurückkehrte. In den Niederlanden dagegen herrschte Katerstimmung. Nach 1974 und 1978 blieb zum dritten Mal nur der ungeliebte zweite Platz für die Elftal. Auch die deutsche Elf war nicht in großer Feierlaune und entschwand kurz nach der Landung in Frankfurt am Main zu ihren Anschlussflügen. Die wartenden Fans schauten in die Röhre. Der einzige mit besserer Stimmung: Shootingstar Thomas Müller, der als bester Nachwuchsspieler sowie als bester Torschütze der WM ausgezeichnet wurde. Den goldenen Ball als bester Spieler holte sich dagegen nicht, wie viele gehofft hatten, Bastian Schweinsteiger, sondern überraschend Uruguays Diego Forlan. André Depcke