Wer sich zum Badevergnügen an Strand oder Baggersee begibt, hat in der Regel zwei Dinge dabei: Badesachen, um nicht wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verhaftet zu werden, und eine Kamera, um den schönen Tag für die Ewigkeit festzuhalten. Schlau ist, wer dann nicht eine x-beliebige Digicam mit sich führt, deren Akku in der Hitze nach einigen Stunden versagt, sondern die Panorama-Kamera „Spinner 360“ von Lomo.

Der russische Hersteller, eigentlich Spezialist für Labormikroskope und astronomische Teleskope, verfolgt bei seinen Kameras seit Jahrzehnten ein geniales Konzept: Herrliche Effekte werden mit einfachsten Mitteln realisiert. So auch bei der „Spinner 360“: Ein Zug an der Reißleine, schon dreht sich die Kamera einmal um sich selbst und nimmt dabei ein Panoramafoto mit 360-Grad-Bildausschnitt auf. Acht Fotos passen so auf einen Kleinbildfilm. Knotet man nun das seit dem letzten Badegang klatschnasse Bikinioberteil an die „Spinner 360“, wirbelt es fröhlich umher und trocknet schneller, während man die prächtige Szenerie um sich herum im Bild festhält. Ganz nebenbei entstehen so mit etwas Glück auch noch Fotos aus dem spannenden Leben der eigenen Badeklamotten. Das Problem mit dem alsbald versagenden Akku löst sich bei der Kamera übrigens von selbst: Der rein mechanisch funktionierende Apparat kommt ohne Batterien aus.

Christian Zeiser