Auf New Yorks einzigem Campingplatz „Bennett Field“ in Brooklyn stören höchstens Polizeihubschrauber die Nachtruhe, die gelegentlich über der stillgelegten Flugzeuglandebahn im Marine Park kreisen. Ansonsten kann man sich hier der Illusion hingeben, man befände sich mitten in der Natur. Unter großen Pinien stehen am Ufer von Jamaica Bay verstreut Zelte im hohen Gras, Camper hacken Holz für ihr Lagerfeuer.

Urbane Oasen wie diese finden sich in vielen Großstädten. Nur zehn Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt liegt in Berlin der Zeltplatz „Tentstation“. Auf dem Gelände eines stillgelegten Freibades in Berlin Mitte-Tiergarten schlagen jeden Sommer Menschen aus aller Welt ihre mobilen Behausungen auf und blicken auf den Fernsehturm am Alexanderplatz, wenn sie morgens den Reißverschluss ihres Zeltes öffnen.

In Paris befindet sich nur drei Kilometer von den Champs-Élysées entfernt der Campingplatz „Bois de Boulogne“ in der Nähe der Seine. Mit einer Größe von sieben Hektar fast schon ein kleines Dorf, in dem man nicht nur zelten, sondern auch frisch renovierte und geräumige Wohnwagen mieten kann. Übernachtungen im Zelt oder Holzbungalows mit Meeresblick bietet „Camping Zeeburg“ auf einer kleinen Insel vor Amsterdam an. Von hier aus erreicht man in 15 Minuten mit der Straßenbahn das Stadtzentrum oder erkundet mit dem Kajak die umliegende Insellandschaft.