An der Schinkenstraße auf Mallorca trinken krebsrote Deutsche Sangria aus Eimern und auf Ibiza machen nur vergnügungssüchtige Schaumpartyfans Urlaub. So lauten die gängigen Klischees über das sommerliche Nachtleben an Europas Stränden. Doch wo feiern all diejenigen, die keine Lust auf Eurotrash, Drogenexzesse und Männer in „Mit alle Mann an Ballermann“-Shirts haben? Zum Glück mangelt es nicht an Alternativen.

Auf Formentera etwa, der kleinen Insel gegenüber von Ibiza, entwickelt sich gerade eine neue, entspannte Beachclubszene. Im „Gecko“ an der Playa Mitjorn trinkt man mit Blick aufs türkisblaue Meer Cocktails und aalt sich währenddessen in der Hängematte. Leonardo DiCaprio und Sienna Miller sollen auch schon dagewesen sein. Ein paar Schritte am Strand entlang liegt das „Flipper & Chiller“, in dem es nach Rosmarinbüschen duftet und ein hippieeskes Publikum auf Strandgutliegen Mojitos trinkt.

Ähnlich entspannt feiert die Surferszene am Strand von Tarifa in Südspanien. Auf der Terrasse der „Berebar“ mit Blick auf Afrikas Küste und im Stadtzentrum in einem Keller-gewölbe namens „La Ruina“ zu Britpop-Beats. Auf Malta legen dieselben DJs wie auf Ibiza auf – allerdings zu viel günstigeren Eintrittspreisen und in spektakulären Open-Air-Clubs wie „Gianpula“ oder „Grotta“. Letzterer befindet sich auf einem Felsvorsprung auf der nahe gelegenen Insel Gozo.

Auf der griechischen Kykladen-Insel Ios konzentriert sich das Nachtleben auf Ios-Stadt. Zwischen den weißgetünchten Häusern lassen sich junge Leute aus aller Welt von einer Bar in die nächste treiben. In der „Slammer Bar“ wird mit Tequila-Cocktails vorgeglüht und im „Far Out Beachclub“ in Mylopotas bis zum Sonnenaufgang weitergefeiert.