PRINZ: Ihre Organisation betätigte sich bisher auf traditionellen Feldern des Verbrechens. Wie kam es zum Einstieg in die Videospielbranche?
Vito: Die Macher einer Facebook-App fragten uns, ob sie den Namen unserer ehrenwerten Vereinigung für ein Spiel lizenzieren können. Wir stimmten zu, und so entstand „Mafia Wars“. Wir sahen schnell, dass dort viel Geld zu verdienen ist. Später manipulierten wir ein paar Begegnungen in „Fifa 10“. Die Wetterlöse waren enorm. Und wir investierten weiter. Die Geldwäsche war unser größtes Problem.

PRINZ: Wie haben Sie es gelöst?
Vito: Wir haben da so einen Serben in Liberty City, der solche Dinge für uns erledigt. Erst wollte er nicht. Dann drohten wir ihm, ihn an einem Tetris-Block im Hafenbecken zu versenken. Auf einmal war er gesprächsbereit. Seitdem regelt er den Geldfluss für uns. Wenn jemand Probleme macht, schicken wir unsere Schläger Ken und Ryu vorbei.

PRINZ:Sie stießen also auch auf Widerstand?
Vito: Der dicke Klempner wollte uns von seinen Goldmünzen keinen Anteil zahlen. Als eines Morgens seine Prinzessin verschwunden war und er neben einem Pferdekopf aufwachte, hatten wir einen Deal.

PRINZ: Ihr neuester Coup heißt „Mafia II“. Wie sieht dieses Geschäftsmodell aus?
Vito: Mit diesem tollen Actionspiel wollen wir zeigen, wer wir wirklich sind. Nämlich nette Kerle, die für ihre Ideale einstehen und nebenbei einen Sinn fürs Geschäft haben.