Die iPad-Konkurrenz rückt in greifbare Nähe. Nächste Woche werden die ersten WeTabs an Vorbesteller ausgeliefert. Preislich liegt das Gerät mit 449 Euro für die Version mit W-lan und 569 Euro für die 32 Gigabyte-Variante mit W-lan, 3G und GPS zwischen Apples iPad und einem durchschnittlichen Netbook.

Beim Test des Vorserien-Modells funktionierte die Multi-Touch-Steuerung, bei der mehrere Berührungen gleichzeitig auf dem Bildschirm erkannt werden, leider noch nicht. Auch einige Oberflächen, so genannte Skins, waren noch nicht final gestaltet. Bei allen ausgelieferten Geräten sollen diese Schwächen behoben sein.


Steuerung
Die Steuerung des WeTabs erfolgt über den Touchscreen. Anders als bei Apples iPad ist das Gerät darauf ausgelegt, die meiste Zeit fest in beiden Händen gehalten zu werden. Mit den Daumen streicht man über Seitenleisten. Beim Surfen beispielsweise wird in der linken Leiste die gesamte Internetseite als Miniatur angezeigt. Mit dem Daumen scrollt oder springt man zu dem gewünschten Inhalt. Auf der rechten Seite befindet die so genannte Pinnwand-Leiste. Egal aus welcher Anwendung kann man direkt zum Startbildschirm (Pinnwand) wechseln und die dort abgelegten Anwendungen starten.


Anschlüsse
Im Gegensatz zum iPad verfügt as WeTab über einen Speicherkarten-Slot, mit dem man die Speicherkapazität um bis zu 32 Gigabyte erweitern kann. Auch SDHC-Karten aus Digitalkameras lassen einschieben, Bilder auf das Gerät kopieren und betrachten. Über die zwei USB-Ports schließt man beispielsweise externe Festplatten, Drucker und Tastaturen an. Ebenso besteht die Möglichkeit, Geräte über eine Bluetooth mit dem WeTab zu verbinden. Das WeTab ist HD-ready. Über den HDMI-Anschluss lassen sich Filme oder Präsentationen auf den Fernseher oder einen Beamer übertragen, beim WeTab 3G sogar in Full-HD mit 1080p. Komplettiert werden die Anschlüsse des WeTab durch einen Mikrofon- und einen Kopfhöreranschluss.


Verbindungen
Alle WeTab-Versionen lassen sich über W-lan mit dem Internet verbinden. Die 3G-Variante hat zusätzlich einen SIM-Card-Slot. Wer bereits über einen Datentarif für sein Handy verfügt, kann seine SIM-Karte ganz einfach im WeTab einschieben und online gehen. Ein Extra-Vertrag ist nicht nötig. Nachteil: Anrufe können während des Betriebs im WeTab natürlich nicht angenommen werden. Auch mobiles Fernsehen über einen DVB-T-Stick wird vom WeTab grundsätzlich unterstützt.


Anwendungen und Inhalte
Software, Widgets, Andoid-Apps und Medieninhalte wie Filme, Magazine, E-Books und Musik lassen sich über den WeTab-Store beziehen. Dort stehen sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Inhalte zur Verfügung. Um installierte Apps, Inhalte und Einstellungen zu sichern und Datenverlust vozubeugen, synchronisiert sich das WeTab auf Wunsch mit den Servern der WeTab-Cloud. Zum Marktstart steht die Bezahlung per Kreditkarte zur Verfügung, weitere Bezahlmodelle werden folgen.

Fazit
Das WeTab braucht sich vor dem iPad nicht zu verstecken. Gerade für diejenigen, die sich dem eher geschlossenen System von Apple-Produkten bisher verwehrt haben, ist das Gerät eine echte Alternative. Dank USB-Anschlüssen und Speicherkarten-Slot hat der Tablet-PC aber auch das Potential, um bisherige Netbook-Nutzer zu begeistern und auf seine Seite zu ziehen.

Produktfakten
Display: 11,6 Zoll-Touchscreen mit 1366 x 768 Pixeln
Prozessor: 1,66 Ghz Intel Atom N450 Pineview-M
Speicher: 16 / 32 Gigabyte, Erweiterung mit SDHC-Karten bis zu 32 GB
Arbeitsspeicher: 1 GB
Webcam: 1,3 Megapixel
Preis: 449 Euro mit W-lan und 16 GB Speicher / 569 Euro mit W-lan, 3G, GPS und 32 GB Speicher