Ringelnatz‘ literarisches Werk wurde von den Nazis bereits im Mai 1933 als »zersetzend« und »undeutsch« bezeichnet. »In Memoriam Joachim Ringelnatz« erschien 1937 als Privatdruck in kleiner Auflage, herausgegeben von seiner Witwe Leonharda,- wohl auch, um durch den Verkauf im Freundeskreis die finanzielle Not zu lindern, in die sie nach Ringelnatz‘ Tod 1934 geraten war. Manche der Texte haben einen subversiven Charakter. Wäre dies Buch in falsche Hände geraten, hätte das für seine Herausgeberin unweigerlich den Weg ins KZ bedeutet. Dem Nachdruck des Bandes liegt eine CD mit seltenen Originalaufnahmen von Joachim Ringelnatz bei.