Eine Webseite informiert Billigschläfer, wie sie auf Flughäfen die Nacht verbringen können. Der Iraner Mehran Karimi Nasseri lebte von 1988 bis 2006 als Staatenloser im Terminal 1 des Pariser Flughafens Charles de Gaulle. Steven Spielbergs Film „Terminal“ mit Tom Hanks basiert auf Nasseris Geschichte. Ironischerweise führt ausgerechnet Charles de Gaulle die Worst-10-Liste auf Sleepingairports.net an. Die Webseite ist seit fast 14 Jahren Forum für alle Flughafenschläfer.

Wer mit schmalem Geldbeutel reist und gern mal eine Nacht im Hotel spart, tauscht sich hier mit Gleichgesinnten aus. Es gibt Tipps zur Übernachtung am Flughafen, Fotos und mehr als 6800 Rezensionen zu Flughäfen aller Kontinente. Das ist nicht immer politisch korrekt (wenn die Sicherheitskontrollen in Los Angeles mit den Foltermethoden von Guantanamo verglichen werden) oder differenziert („What a shithole!“), aber unterhaltsam. Und die Tipps sind vielfältig: Alleinreisende sollten sich nach dem Bombenentschärfungskommando umsehen, bevor sie auf die Toilette gehen und ihr Gepäck unbeaufsichtigt lassen; mit Mehrfachsteckdosen macht man sich die meisten Freunde unter anderen Übernachtungsgästen; und asiatische Flughäfen bieten den größten Komfort – den Top 10 zufolge findet man in Singapur, Seoul und Hongkong die geruhsamste Nachtruhe.