Zu „Imperial Bedrooms“ gibt es eine Website, einen Trailer, ein Online-Spiel und eine Playlist. Bret Easton Ellis (oder jemand, der sich so nennt) hat einen Facebook-Account und twittert. Auch der Roman ist im neuen Jahrtausend angekommen. Es wimmelt nur so von Blackberrys, iPhones und SMS-Stalkern. Die Figuren haben sich indes kaum verändert. Statt sich zu unterhalten, wird jetzt eben gesimst. Ansonsten dreht sich wie in „Unter Null“ alles um Alkohol, Drogen, Sex. „Die Räume könnten genauso gut leer sein“, denkt Clay inmitten seiner falschen Freunde auf einer Party. Er ist mit Mitte 40 nach LA zurückgekehrt. Schon am Flughafen fühlt er sich verfolgt, sein Apartment scheint durchwühlt. Dann tauchen die ersten Toten auf. „Imperial Bedrooms“ passt perfekt in Ellis‘ Kosmos: Er schreibt „Unter Null“ fort, spielt mit Realität und Fiktion und knüpft an die Gewalt von „American Psycho“ an. Und noch etwas ist wie immer: „Die alte Traurigkeit. Sie ist überall.“