„Tom hat eine gute Zeit auf der Intensivstation. Krankenschwestern sind sowieso das Schärfste, und wenn Tom meint, er hätte Schmerzen, knallen ihm nette Ärzte die erstaunlichsten Stöffchen rein.“ Für Trottel-Raver Tom ist immer Party. Auf Droge versteht sich. Und irgendwo findet er immer, mit Toms Worten, „was zu ficken“ – auf der Toilette eines Technoclubs, im Solarium, in der Bibliothek, im tschechischen Zollamt oder hinter dem Fenster seiner Nachbarn. Anton Waldt, Chefredakteur der Zeitschrift „De:Bug“, ließ den Anti-Helden erstmals 1998 in der Kolumne eines Berliner Partymagazins durch ein kaputtes Leben für den Rausch straucheln. Von 2004 bis 2007 erschienen die kurzen, gehetzten Geschichten mit den vielen Ausrufezeichen auf den Programmflyern des Berghain. Nun gibt es sie endlich gesammelt im Buch „Auf die Zwölf“ mit niedlich-obszönen Illustrationen von Harthorst.