Zum ersten Mal veröffentlicht der in Las Vegas verwurzelte Sänger ein Soloalbum, während seine Bandkollegen pausieren. Die Platte ist zu einer weiteren Liebeserklärung an seine Heimatstadt geraten. „Flamingo“ heißt sein Werk, benannt nach einem der ältesten Hotelkasinos im Wüstenort. Der Eröffnungssong „Welcome To Fabulous Las Vegas“ verdankt seinen Titel dem berühmten Neonschild und Lieblingsfotomotiv der Touristen. Auch der Gospelsong „On The Floor“ ist eine Reminiszenz. „Mein Dad spielte mir als Kind die Stücke von Johnny Cash und Elvis Presley vor“, erzählt Flowers. „Elvis wurde zum großen Vorbild für mich. Vor Kurzem spielte ich mein erstes Solokonzert im ‚Hilton‘. Dort gab Elvis über 500 Shows.“ Doch wie kommt ein Musiker, der bisher mit Synthierock unterhielt, dazu, einen waschechten Gospel aufzunehmen? „Der Tod meiner Mutter hat jüngst meinen Glauben gefestigt“, so der Mormone. „Wie man betet, ist eines der wichtigsten Dinge, die sie mir beigebracht hat. Genau darum geht es in ‚On The Floor‘.“ Es wird vermutlich das Intensivste sein, was wir von Flowers in puncto Religion vorerst zu hören bekommen.

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