Wer gelangweilt ist vom Standard-Hotelzimmer (Bett, Schreibtisch, Nasszelle), der findet in immer mehr Hostels spektakuläre und schöne Alternativen zu günstigen Preisen. Eine Boeing B-747 auf einem Rollfeld nahe Stockholm dient als die wohl erste und einzige Unterkunft in einem Flugzeug. 25 Zimmer befinden sich im „Jumbo Hostel“, das schönste davon im Cockpit.

Im „Celica Hostel“ in Ljubljana nächtigen die Gäste in farbenfroh bemalten Zellen eines alten Gefängnisses; in Belgrad in einem schwimmenden Haus namens „Arkabarka“ auf der Donau. In der „Villa Saint Exupéry“ in einem alten Kloster vor den Toren Nizzas fragt man sich, warum diese wunderschöne Unterkunft zwischen Pinien und Olivenbäumen kein Boutique-Hotel, sondern ein Hostel ist.

Tom-Sawyer-Feeling überkommt einen auf der Dachterrasse des Hostels „Casa Caracol“ im spanischen Cádiz, wo man für zehn Euro die Nacht in Hängematten zwischen Orangenbäumen übernachten kann. Wer schon immer von einem Urlaub auf einer Pazifikinsel geträumt hat, braucht nur noch für den Flug zu sparen. Die Hütten des „Backpackers International“ auf Rarotonga kosten pro Nacht nur elf Euro und liegen zwischen Kokospalmen am Strand. Das Prädikat „künstlerisch wertvoll“ hat das Hostel „The Gershwin“ in Manhattan verdient. Das Gebäude ist eine Hommage an Andy Warhol und dessen Pop-Art, „Models‘ Floor“ für Nachwuchsmodels inklusive.