Im Triathlon, der Kombination aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Fahrradfahren und 42,2 km Laufen, zählt vor allem, den eigenen Fettstoffwechsel zu nutzen, also vor allem möglichst lange arbeiten zu können, ohne auf die Glykogenspeicher im Muskel zugreifen zu müssen. Diese Speicher sind begrenzt und für Leistungen in mittlerer und höherer Intensität zuständig. Der Ausdauersportler konditioniert seinen Körper und seine Energiebereitstellung daraufhin, mehr die freien Fettsäuren zur Energiebereitstellung zu nutzen.

Diese Art des Trainings ist für den Ausdauer-Einsteiger nur schwer zu realisieren (da gewisse Trainingsumfänge nötig sind) und auch nicht unbedingt sinnvoll, vor allem nicht, wenn es vorrangig um den Fettabbau gehen soll, also eine Gewichtsabnahme durch Körperfettverringerung.
Hier muss eine etwas intensivere Trainingsform zum Einsatz kommen, es gilt, den generellen Kalorienverbrauch zu erhöhen, auch wenn der prozentuale Anteil am Fettsäurenverbrauch dabei vergleichsweise gering ausfällt. Ein reines Fettstoffwechseltraining ist für den Untrainierten oft auch gar nicht durchführbar, weil seine Herzfrequenz schon bei geringeren Belastungen über die entsprechende Frequenz hinausschießt. Ein häufiger Fehler ist deswegen ein zu intensives Training und frühzeitige Erschöpfung durch Aufbrauchen der Glykogene.

Die Intensität und zeitliche Planung des richtigen Ausdauertrainings wiederum ist vor allem vom individuellen Trainingszustand abhängig (eventuell auch eingeschränkt durch Schwächen oder Erkrankungen des Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- oder Atmungssystems) und wird über die Herzfrequenz angesteuert. Zwar gibt es allgemeine Formeln zur groben Bestimmung der Trainingsherzfrequenz, aber der wirkliche individuelle Ausdauerleistungszustand kann damit bestenfalls abgeschätzt werden.

Eine genaue Bestimmung der entsprechenden Intensitätsbereiche und deren Einsatz in einem vernünftigen Trainingsablauf sind nur per Messung möglich und werden am besten in Zusammenarbeit mit einem Trainer durchgeführt.

puretraining.de