Alle Filmfans, die sich von Sex-Dating-Hotline-Werbung in den Pausen nicht abschrecken ließen, konnten in der Nacht zu Montag bei Pro7 Zeugen der 68. Golden Globe Awards werden. Der britische Schauspieler und Komiker Ricky Gervais führte wie schon im Vorjahr durch den Abend im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles und sorgte mit seinen gnadenlosen Gags wieder für Lachtränen und Schocks unter den Kollegen. Großer Gewinner mit vier Golden Globes, die als Indikatoren für die Oscars gelten, war The Social Network, der die Awards für das beste Drama und die beste Regie bekam. Beste Schauspieler im Drama wurden Natalie Portman (The Black Swan) und Colin Firth (The King’s Speech). Beste Komödie wurde The Kids Are All Right. Florian Henckel von Donnersmarcks „The Tourist“ – für viele nach miesen Kritiken ohnehin überraschend nominiert – ging leer aus. In den TV-Kategorien dominierte die Serie Glee, die jetzt auch in Deutschland zu sehen ist. Zu den Highlights des Abends gehörten die Auftritte der total gerührten dänischen Regisseurin Susanne Bier, die den Award für den besten ausländischen Film erhielt, der lange vermissten Jane Fonda, des wieder von seiner Krankheit erholten Michael Douglas und von Robert De Niro, der den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk bekam.
Michael Schömburg

DIE WICHTIGSTEN NOMINIERUNGEN UND GEWINNER:

BESTES FILMDRAMA:
Black Swan
The Fighter
Inception
The King’s Speech
The Social Network

BESTE SCHAUSPIELERIN IN EINEM FILMDRAMA:
Halle Berry (Frankie and Alice)
Nicole Kidman (Rabbit Hole)
Jennifer Lawrence (Winter’s Bone)
Natalie Portman (Black Swan)
Michelle Williams (Blue Valentine)

BESTER SCHAUSPIELER IN EINEM FILMDRAMA:
Jesse Eisenberg (The Social Network)
Colin Firth (The King’s Speech)
James Franco (127 Hours)
Ryan Gosling (Blue Valentine)
Mark Wahlberg (The Fighter)

BESTE KOMÖDIE ODER BESTES MUSICAL:
Alice im Wunderland
Burlesque
The Kids Are All Right
R.E.D.
The Tourist

BESTE SCHAUSPIELERIN IN EINER KOMÖDIE ODER EINEM MUSICAL:
Anne Hathaway (Love and Other Drugs)
Julianne Moore (The Kids Are All Right)
Annette Bening (The Kids Are All Right)
Emma Stone (Einfach zu haben)
Angelina Jolie (The Tourist)

BESTER SCHAUSPIELER IN EINER KOMÖDIE ODER EINEM MUSICAL:
Johnny Depp (Alice im Wunderland)
Johnny Depp (The Tourist)
Paul Giamatti (Barney’s Version)
Jake Gyllenhaal (Love and Other Drugs)
Kevin Spacey (Casino Jack)

BESTE NEBENDARSTELLERIN:
Amy Adams (The Fighter)
Helena Bonham Carter (The King’s Speech)
Mila Kunis (Black Swan)
Melissa Leo (The Fighter)
Jacki Weaver (Animal Kingdom)

BESTER NEBENDARSTELLER:
Christian Bale (The Fighter)
Michael Douglas (Wall Street: Geld schläft nicht)
Andrew Garfield (The Social Network)
Jeremy Renner (The Town)
Geoffrey Rush (The King’s Speech)

BESTE REGIE:
Darren Aronofsky (Black Swan)
David Fincher (The Social Network)
Tom Hooper (The King’s Speech)
Christopher Nolan (Inception)
David O. Russell (The Fighter)

BESTER AUSLÄNDISCHER FILM:
Biutiful (Mexiko/Spanien)
The Concert (Frankreich)
The Edge (Russland)
I Am Love (Italien)
In einer besseren Welt (Dänemark)

BESTER ANIMATIONSFILM:
Ich – Einfach unverbesserlich
Drachenzähmen leicht gemacht
The Illusionist
Toy Story 3
Rapunzel – Neu verföhnt